Iran richtete drei Menschen nach Massenprotesten hin
Die iranischen Behörden haben drei weitere Männer im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Jänner hinrichten lassen. Ihnen sei zur Last gelegt worden, im Auftrag Israels, der USA sowie "feindseliger Gruppen" gegen die nationale Sicherheit und Interessen des Irans agiert zu haben, berichtete heute das Justizportal Misan.
Die Männer seien während der Massenproteste gegen die iranische Führung im Jänner in der westiranischen Stadt Karadsch festgenommen worden. Die Justiz warf ihnen Misan zufolge weiter vor, während der Proteste an Angriffen auf Regierungsgebäude beteiligt gewesen zu sein und öffentliches Eigentum in Brand gesetzt sowie andere dazu angestiftet zu haben.
Ihre Todesurteile seien zuvor vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden, zudem sei ihr Vermögen eingezogen worden. Details zur Hinrichtung nannte das Justizportal nicht. Im Iran wird die Todesstrafe in der Regel durch Erhängen vollzogen.
Menschenrechtsorganisationen werfen der iranischen Führung vor, die Todesstrafe zur politischen Unterdrückung und Einschüchterung der Bevölkerung anzuwenden. Die iranische Justiz hat nun mindestens 40 Männer im Zusammenhang mit den Protesten im vergangenen Winter hingerichtet.