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Österreicher verletzt: Staatstrauer in Polen nach Anschlag in Krakau

Österreicher verletzt: Staatstrauer in Polen nach Anschlag in Krakau

Österreicher verletzt: Staatstrauer in Polen nach Anschlag in Krakau

Nach dem tödlichen Schussangriff in der polnischen Stadt Krakau trauert Polen am Sonntag und Montag um die zahlreichen Opfer der Tat. Ein Mann hatte am Samstag laut Polizei wahllos aus einem Auto heraus geschossen und vier Frauen sowie zwei Männer getötet. Drei weitere Leichen wurden im Haus des Mannes gefunden. Mindestens 16 Menschen wurden verletzt, darunter eine Person aus Österreich. Zwölf Verletzte seien in kritischem Zustand. Polens Premier Donald Tusk sprach schon am Samstag von "Terrorismus".

Das österreichische Innenministerium bestätigte in der Nacht auf Sonntag, dass eine Person aus Österreich unter den Verletzten sei. Laut Polens Innenminister Marcin Kierwinski war der mutmaßliche Schütze von "rechtsextremen Ideologien fasziniert". Darauf deute "alles" hin, sagte Kierwinski am Samstagabend. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sprach von einem "terroristischen Akt".

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Attacke ereignete sich gegen 15.00 Uhr. Der Schütze habe aus einem fahrenden Auto heraus auf dem zentralen Marktplatz wahllos auf Menschen geschossen, teilte die Polizei mit.

Unter den Toten sei auch ein Brite, hieß es laut Polizei. Der Täter sei angeschossen und festgenommen worden. Tusk sagte, im Haus des Mannes seien drei weitere Tote gefunden worden. Das gehe aus Aufnahmen einer Drohne hervor, sagte der polnische Regierungschef bei einer Pressekonferenz des Krisenstabs. Es handle sich um zwei Frauen und einen Mann. Es seien wahrscheinlich die engsten Familienangehörigen des Verdächtigen.

Die Drohne war zum Einsatz gekommen, weil die Behörden vermuteten, es könnte sich Sprengstoff im Haus des Verdächtigen befinden. Auch Tusk sprach von einem Akt des "Terrorismus". Er kündigte für Sonntag und Montag zwei landesweite Trauertage an.

Der Verdächtige war von Beamten angeschossen und verletzt worden. Er sei in ein Spital gebracht worden, schrieb die Polizei auf der Plattform X. Der Mann habe sich nicht ergeben wollen, sondern auf einschreitende Beamte gefeuert. Zwei Polizisten seien dabei verletzt worden. Man gehe von einem Einzeltäter aus, teilte die Polizei mit.

Laut der Polizei von Krakau feuerte der Verdächtige mit einem halbautomatischen Sturmgewehr und trug bei der Attacke Tarnkleidung. Im Fahrzeug des Schützen seien weitere Waffen sowie Munition gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach Angaben des polnischen Onlinemediums Onet konnte die Polizei den Mann bereits am Nachmittag identifizieren. Das Innenministerium bestätigte am Abend, dass es sich beim Tatverdächtigen um einen 25 Jahre alten Polen handle.

Die Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf einen Fotoreporter, dass der mutmaßliche Täter auf seiner Flucht an einer Kreuzung mit einem anderen Auto zusammengestoßen sei.

Er sei daraufhin aus seinem Fahrzeug gesprungen und habe auf die Einsatzkräfte geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und den Mann letztlich festgenommen. In seinem Kofferraum seien unter anderem ein Militärrucksack und ein Bajonett gefunden worden.

Polens Präsident Karol Nawrocki sagte, seine Gedanken seien bei den Opfern, den Verletzten und deren Familien. Mit rund 800.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Krakau die zweitgrößte Stadt Polens.

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