Bundesliga: LASK zwingt Ried im Finish in die Knie
Der LASK hat in der Admiral Bundesliga dank später Treffer das Oberösterreich-Derby für sich entschieden. Der Titelverteidiger und Double-Gewinner gewann bei der SV Oberbank Ried am Samstagabend mit 4:2. Moses Usor traf in der 90. Minute zum 3:2, Krystof Danek in der 95. Minute zur Entscheidung. Für den Meister waren es nicht zuletzt wichtige Punkte im Titelkampf.
Der LASK startete vor 7.336 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Rieder BWT Oberösterreichische Arena mit einem Paukenschlag. Christoph Lang brachte die Athletiker schon in der dritten Minute voran. Ried lief vorerst vergebens an, agierte dann aber höchst effizient. Ein Schuss von Jaedin Rhodes wurde zweimal abgefälscht, Miguel Freckleton lenkte ihn ins eigene Tor (32.).
Dann hämmerte Ante Bajic (37.) den Ball ins Kreuzeck. Die Antwort kam jedoch prompt: Der aufgerückte Joao Tornich (39.) besorgte den vierten Treffer in den ersten 40 Minuten. Sasa Kalajdzic gab wie beim 1:0 den Vorbereiter. In der zweiten Halbzeit hatten zunächst beide Teams Chancen auf die neuerliche Führung.
Das Remis zeichnete sich schon ab, ehe Usor nach einem Eckball unter die Latte abzog. Der ebenfalls eingewechselte Danek sorgte nach einem Gegenstoß für die späte Entscheidung. Der LASK liegt in der Tabelle damit weiter acht Zähler hinter Rapid auf Rang drei. Die Wiener hatten bereits Freitagabend über ein 6:0 gegen den WAC gejubelt. Ried bleibt Sechster und damit weiter auf Kurs Richtung Meistergruppe.
LASK-Trainer Dietmar Kühbauer nahm nach dem 4:0 gegen Slovan Bratislava in der Champions League vier Änderungen vor, zwei davon im Sturm. Dort kamen Sasa Kalajdzic und Lang neu in die Startelf. Die Partie vor mit 7.336 Zuschauern und Zuschauerinnen ausverkauftem Haus war keine drei Minuten alt, als Letzterer von links alleine auf das Rieder Tor zog und den Ball flach ins lange Eck beförderte – sein schnelles achtes Saisontor ließ eine klare Angelegenheit für die Gäste vermuten.
Weil Lang aber zwei weitere gute Möglichkeiten – einmal mit dem Fuß (7.), einmal per Kopf (20.) – ausließ und die Hausherren nach einer halben Stunde etwas initiativer wurden, stand die Partie in der 37. Minute Kopf. Beim 1:1 durfte sich Ried noch bei Fortuna bedanken. Rhodes' Schuss prallte erst von Xavier Mbuyamba und schließlich dessen LASK-Defensivpartner Miguel Freckleton ins Tor (32.). Beim 2:1 war es aber pures Können. Bajic jagte das Spielgerät nach Assist von Stefan Schwab unhaltbar unter die Latte.
Es blieb unterhaltsam, der LASK reagierte. Ein engagierter Vorstoß spülte sogar Innenverteidiger Tornich bis in den Strafraum, dort schloss der Brasilianer – bedient von Kalajdzic – zum 2:2 ab. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte pflückte Andreas Leitner den Heber von Robert Ljubicic herunter, bald nach Wiederbeginn zeigte Rieds Tormann bei einem Versuch von Melayro Bogarde eine hervorragende Reaktion (49.). Auf der anderen Seite verhinderte Lukas Jungwirth mit einer Glanzparade Bajics Doppelpack (51.).
Ried wurde mehrmals gefährlich, mit Fortdauer war es aber vor allem der LASK, der auf den Siegestreffer drückte – und dabei immer verzweifelter wirkte. Usor köpfelte ans Lattenkreuz (72.), Kalajdzic ans Außennetz (75.), und Bogarde schoss daneben (84.). Schließlich war es "Joker" Usor, der einen schlecht geklärten Ball von der Strafraumgrenze per Lattenpendler versenkte und den Bann brach. Mit der letzten Aktion des Spiels schrieb dann auch Danek nach einem Gegenzug noch an.
Admiral Bundesliga, zwölfte Runde
Samstag:
Ried, BWT Oberösterreichische Arena, 7.336, SR Lechner.
Torfolge:
0:1 Lang (3.)
1:1 Freckleton (32./Eigentor)
2:1 Bajic (37.)
2:2 Tornich (39.)
2:3 Usor (90.)
2:4 Danek (95.)
Ried: Leitner – Rossdorfer, Chukwudi, Steurer, Pomer – Rasner (91./Nasrawe), Maart (81./Malicsek) – Bajic (88./Boguo), Schwab, Rhodes (88./Sorg) – Kiese Thelin (88./Eghosa)
LASK: Jungwirth – Mbuyamba, Tornich, Freckleton – Flecker (61. Jörgensen), Bogarde, Ljubicic (92./Elfadli), Horvath (77./Danek), Dibango – Lang (61./Usor), Kalajdzic (77./Adeniran)
Gelbe Karten: Despotovic (Trainer), Chukwudi bzw. keine.