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Neue Bus-Verträge und mehr Anrufsammeltaxis

Neue Bus-Verträge und mehr Anrufsammeltaxis

Neue Bus-Verträge und mehr Anrufsammeltaxis

In Niederösterreich wird das Angebot im öffentlichen Regionalverkehr weiterentwickelt. Im Wienerwald wurden 19 Buslinien neu vergeben. Landesweit soll laut Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) auch die Zahl der Anrufsammeltaxis steigen.

Die Dachmarke "leopoldi" wurde vor einem Jahr eingeführt. Unter diesem Namen werden die Regionalbusse und Anrufsammeltaxis in Niederösterreich zusammengefasst – mehr dazu in NÖVOG präsentiert neue Dachmarke "leopoldi" (noe.ORF.at; 2.10.2025). Ein Jahr nach der Einführung der Dachmarke "leopoldi" hat das Land Niederösterreich weitere Pläne für den regionalen öffentlichen Verkehr bekanntgegeben.

Neben neuen Verträgen für den Busverkehr im Wienerwald ist auch ein Ausbau der bedarfsgesteuerten Verkehrsangebote vorgesehen. Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) hat den Betrieb von 19 Regionalbuslinien im Wienerwald europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten die Verkehrsunternehmen Dr. Richard und N-Bus. Die neuen Verträge starten im August 2027, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

Betroffen sind 13 Gemeinden zwischen Wien, Tulln, Neulengbach (Bezirk St. Pölten) und Hainfeld (Bezirk Lilienfeld) mit insgesamt rund 63.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das Land Niederösterreich finanziert das Angebot nach eigenen Angaben mit jährlich rund 9,3 Millionen Euro.

Die Busse legen auf den betroffenen Linien etwa 2,2 Millionen Kilometer pro Jahr zurück. Laut NÖVOG wurde das bestehende Angebot an die Nutzung durch die Fahrgäste angepasst. Die konkreten Fahrpläne sollen in den kommenden Monaten ausgearbeitet und veröffentlicht werden.

Die neuen Verträge für den Busverkehr im Wienerwald sollen voraussichtlich bis Mitte 2030 laufen. Danach ist eine gemeinsame Verkehrsplanung für die Regionen Wienerwald und Tullnerfeld vorgesehen. Dabei sollen Regionalbusse und Anrufsammeltaxis stärker miteinander kombiniert werden.

Laut Verkehrslandesrat Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) soll das öffentliche Verkehrsangebot in beiden Regionen dadurch ausgeweitet werden. Geplant sind unter anderem bessere regionsübergreifende Verbindungen, etwa in Richtung Tulln und Wien-Hütteldorf.

Auch in anderen Teilen Niederösterreichs ist ein Ausbau geplant. Derzeit sind laut NÖVOG elf "leopoldi"-Anrufsammeltaxis in den Regionen Maria Anzbach (Bezirk St. Pölten), Tulln, Ebreichsdorf (Bezirk Baden) und "Mostviertel West" unterwegs, wie es in einer Aussendung am Donnerstag hieß. Bis Ende 2027 soll ihre Zahl auf 47 Fahrzeuge steigen.

Neue Angebote sind beispielsweise im westlichen Weinviertel und im Stadtverkehr Mödling vorgesehen. Die Anrufsammeltaxis sollen den regulären Linienverkehr ergänzen. Bereits Ende September wurde bekanntgegeben, dass auch das Römerland-Carnuntum (Schwechat, Hainburg, Bruck an der Leitha) ab Juli 2027 ein abgestimmtes "Öffi"-System von Linienbussen und Anrufsammeltaxis bekommt – mehr dazu in Neues "Öffi"-Angebot im Römerland-Carnuntum (noe.ORF.at; 24.9.2026).

Nach Angaben des Landes sind rund 1.500 Regionalbusse im Einsatz. Sie befördern jährlich etwa 45,2 Millionen Fahrgäste und legen insgesamt 64,3 Millionen Kilometer zurück. Die von der NÖVOG organisierten Anrufsammeltaxis verzeichnen mehr als 150.000 Fahrgäste pro Jahr.

Bis Ende 2026 soll rund ein Drittel der Regionalbusse im neuen "leopoldi"-Design unterwegs sein. Die vollständige Umstellung der Flotte ist bis 2030 vorgesehen. "leopoldi" stehe für "niederösterreichische Identität, Heimatverbundeheit und ein klares Bekenntnis zu den Menschen im Land", wird Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer in einer der Aussendungen zitiert.

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