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Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Der Arbeitsmarkt in Wien entspannt sich entgegen dem Bundestrend weiter. 155.045 Menschen waren im Oktober arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulung. Das ist um 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Erholung des Wiener Arbeitsmarkts beschleunige sich, sagte AMS-Wien-Chef Winfried Göschl in einer Aussendung. Im Oktober sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 2,5 Prozent auf 121.892. Die Zahl der Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer ging um 3,9 Prozent auf 33.153 zurück. "Zwei größere Gruppen beschäftigen uns allerdings noch: ältere Arbeitsuchende und Junge auf Lehrstellensuche", so Göschl.

Die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung sind, ist um 1,6 Prozent gestiegen. Für die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nimmt das AMS Wien jetzt 17 Millionen Euro zusätzlich in die Hand. "Zum einen für die sogenannte Eingliederungsbeihilfe, also zeitlich befristete großzügige Förderungen für Unternehmen, die ältere Beschäftigte einstellen", so Göschl. Es werden mit diesem Geld aber auch zusätzliche Plätze in gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten geschaffen.

Förderungen gibt es zudem für Unternehmen, die bestimmte Gruppen von Lehrlingen ausbilden. Eingeschlossen sind Frauen in Lehrberufen mit geringem Frauenanteil oder über 18-Jährige, die durch eine Lehre ihre Berufschancen verbessern wollen. "Wir appellieren an Betriebe, unbedingt junge Menschen auszubilden, die Wiener Wirtschaft wird diese schon sehr bald brauchen", sagte der AMS-Wien-Chef.

Im Bundesvergleich ist Wien ein Ausreißer: Lediglich in Kärnten ging die Zahl der Arbeitssuchenden im Oktober ebenfalls zurück. In Wien geht die Zahl seit neun Monaten zurück. Gleichzeitig gibt es bereits seit Februar 2021 konstant ein Wachstum der Beschäftigung.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich zufrieden in einer Aussendung: "Wien zeigt, dass es auch in fordernden Zeiten möglich ist, Beschäftigung zu steigern und die Zahl der Arbeitssuchenden deutlich zu senken. Deshalb müssen wir weiter in gezielte Beschäftigungsprogramme investieren." Wichtig sei, das Wirtschaftswachstum weiter anzukurbeln, so Ludwig. Das sei Thema bei der kommenden Landeshauptleutekonferenz am 6. November.

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