Deutschlandweite Jugendproteste haben begonnen
Die angekündigten deutschlandweiten Jugendproteste sind angelaufen. In zahlreichen Städten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und München versammelten sich zum Protestauftakt heute Nachmittag jeweils mehrere hundert Menschen. In einigen Städten gab es Verzögerungen. Zu dem friedlichen Protest in mehr als 30 deutschen Städten rief die Initiative "Gen Z regelt" auf.
Die Bewegung fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, für soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung.
Wie viele Menschen am Ende zu den angemeldeten Demonstrationen in 34 Städten kommen, ist offen. Auf der Homepage von "Gen Z regelt" konnte man mit einem Mausklick angeben, dabei sein zu wollen. Das hatten bis zum Protestbeginn um 14.00 Uhr zwar mehr als 182.100 Menschen getan. Die in den Städten offiziell angemeldeten erwarteten Teilnehmerzahlen sind allerdings deutlich niedriger.
Aus Angst vor Ausschreitungen hatten viele Einzelhändler in den Innenstädten und vor allem in Luxus-Einkaufsstraßen größerer Städte vorsorglich ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadiert. Mancherorts blieben die Läden wegen des Reformationstages aber ohnehin geschlossen.
Die Organisatoren von "Gen Z regelt" rufen ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnen jede Form von Gewalt ab. Bei Protesten vor allem in Frankreich war es zu Ausschreitungen mit Gewalt, Plünderungen und Brandstiftung gekommen.