Neuer Windpark geht in Betrieb
Mehr als 14 Jahre haben die Betreiber des Windpark Bärofen auf der Koralpe auf eine Genehmigung warten müssen. Ab Jahresende sollen die acht Windräder nun ihren Betrieb aufnehmen. Sie sollen Strom für etwa 20.000 Haushalte pro Jahr produzieren. Damit könnten aber auch 40.000 Elektroautos für ein ganzes Jahr betrieben werden.
Die acht Windräder stehen nun dort, wo im Jahr 2010 alles begonnen hat. Sie sind 90 bis 100 Meter hoch, und jeder Flügel ist 69 Meter lang. "Es ist ein super Gefühl, wenn man sagen kann, dass nun der Tag gekommen ist, wo die letzten Windflügel montiert werden und das Projekt endlich in Betrieb gehen kann", sagt Betreiber Franz Dorner.
Franz Dorner ist der Motor hinter dem Windpark Bärofen. Mit Österreichs größtem privaten Windparkbetreiber Püspök aus dem Burgenland hat er einen Partner mit dem nötigen finanziellen Hintergrund gefunden. Denn die Gesamtkosten belaufen sich auf 50 Millionen Euro.
Die lange Planung hatte auch was Gutes, die Windräder liefern jetzt viel mehr Strom als im Ursprungsprojekt vorgesehen. "Wir hatten erst sechs Anlagen mit zwei Megawatt geplant. Nun sind wir bei acht Anlagen und die haben über 4,2 Megawatt Leistung. Die Produkte entsprechen dem neuesten Stand", erzählt Dorner. Pro Jahr werden nun fast 35 Megawatt Strom ins Netz eingespeist.
Der Transport zum Standort auf 1.600 Meter Seehöhe war jedoch eine logistische Meisterleistung. In den engen Kurven wurden die Flügel hochgestellt, somit konnte das bestehende Straßen- und Forstwegenetz genutzt werden.
Zudem wurde eine 18 Kilometer lange Leitung unterirdisch ins Tal verlegt, samt schnellem Internet für die umliegenden Dörfer und Höfe. Im Gegenzug verlegt auch die Kelag-Tochtergesellschaft Kärnten-Netz ihre Leitung ins Skigebiet Weinebene unter die Erde. "Das ist für die Versorgungssicherheit sehr gut", meint Dorner. 200 Strommasten können somit abgebaut werden.
Im Sinne der Ökologie mussten insgesamt 100 Umweltauflagen erfüllt werden. "Die Landesregierung hat die Spezialisten beauftragt. Sie waren ständig vor Ort und haben geschaut, dass alles eingehalten wird", betont Dorner. Da es sich um den ersten UVP-genehmigten Windpark handle, sei man besonders genau gewesen. Man habe aber alle Auflagen erfüllt.