Infantino sichert sich Unterstützung aus Asien
Eine Abwahl des umstrittenen Präsidenten des Internationalen Fußballverbands (FIFA), Gianni Infantino, wird zunehmend unwahrscheinlicher. Nach dem afrikanischen Kontinentalverband CAF mit 54 Mitgliedern hat sich nun auch der asiatische Kontinentalverband AFC für eine vierte Amtszeit des Schweizers ausgesprochen.
Dessen Präsident Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa sicherte Infantino auf einem außerordentlichen Kongress "uneingeschränkte Unterstützung" zu. Er räumte zwar frühere "Probleme" ein, betonte jedoch, dass der Weltverband nun "vorwärts" blicken müsse.
Vor einigen Monaten hatte der Topfunktionär aus Bahrain Infantino noch in einem gemeinsamen Schreiben mit den Chefs der Kontinentalverbände aus Europa (UEFA), und Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF) scharf attackiert.
Das hatte unter anderem für Kritik aus Katar gesorgt. Anfang Oktober hatten 22 arabische Verbände, darunter zwölf aus Asien, ihre Unterstützung für Infantino, der beim nächsten FIFA-Kongress im März 2027 seine vierte Amtszeit anstrebt, erklärt.
Infantino steht nach einem gescheiterten Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte sowie aufgrund seines Führungsstils stark in der Kritik. Auf einen Gegenkandidaten konnte sich der Europäische Fußballverband (UEFA) aber noch nicht festlegen. Bis 18. Novembers hat die Opposition Zeit, offiziell einen Bewerber zu benennen.