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Holz, Larven und Autobremse: Diese Ideen wurden ausgezeichnet

Holz, Larven und Autobremse: Diese Ideen wurden ausgezeichnet

Holz, Larven und Autobremse: Diese Ideen wurden ausgezeichnet

Weniger Bremsstaub beim Autofahren, genauere Ultraschallbilder oder neue Wege, Abfälle wiederzuverwerten: Innovationen können unseren Alltag verbessern. Welche Ideen aus Oberösterreich besonders viel Potenzial haben, zeigt der Landespreis für Innovation. Heuer wurden die besten Projekte aus insgesamt 61 Einreichungen ausgezeichnet.

Bereits zum 33. Mal zeichnet das Land Oberösterreich besonders innovative Ideen aus Wirtschaft und Forschung aus. Die Preise wurden am Mittwochabend im ORF-Landesstudio Oberösterreich in Linz verliehen. Insgesamt gab es 61 Einreichungen: 33 von kleinen und mittleren Unternehmen, 20 von Großunternehmen und acht von Forschungseinrichtungen. Eine Fachjury unter dem Vorsitz von JKU-Rektor Stefan Koch bewertete die Projekte. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hob in seiner Einführung den Status von Oberösterreich als Wirtschaftsmotor Österreichs hervor: "Wir sind die Ideenschmiede der Republik!" Und in vielen Fällen bleibe es nicht bei der Idee, es komme auch rasant zur Umsetzung, so Stelzer.

Den ersten Platz in der Kategorie Forschungseinrichtungen holte das Kompetenzzentrum Holz in Linz. Dass man aus Holz Möbel oder Häuser bauen kann, ist bekannt. Die Forschenden zeigen jetzt aber, dass sich daraus sogar Hochleistungskeramik herstellen lässt – ein besonders widerstandsfähiges Material, das bisher kaum jemand mit Holz in Verbindung gebracht hätte.

Auf Platz zwei landete die Johannes Kepler Universität Linz. Dort wird an einer Technologie geforscht, die unsere Nachrichten künftig noch sicherer machen soll. Mithilfe von sogenanntem verschränktem Quantenlicht soll es möglich werden, unbemerkte Lauschangriffe bei der digitalen Kommunikation zu erkennen.

Was für andere Abfall ist, wird bei der REPLOID Group AG aus Wels zum wertvollen Rohstoff. Das Unternehmen entwickelte automatisierte Anlagen, in denen Insektenlarven organische Reststoffe verwerten. Dabei entstehen unter anderem Proteine, Fette und Dünger.

Mit dieser größeren Form der Kreislaufwirtschaft erreichte REPLOID den ersten Platz bei den kleinen und mittleren Unternehmen.

Platz zwei ging an das Linzer Unternehmen iono FlexCo. Es entwickelt menschenähnliche Roboter, die künftig sicher und zuverlässig mit Menschen in Industriebetrieben zusammenarbeiten sollen.

Wer mit dem Auto bremst, denkt vor allem an Sicherheit. Dabei bleibt allerdings oft unbemerkt: Beim Bremsen entsteht feiner Bremsstaub, der die Umwelt belastet. Die Miba AG hat deshalb eine neue Bremstechnologie entwickelt, die diesen Abrieb deutlich verringern soll. Mit der sogenannten "Zero Emission Brake" sicherte sich das Unternehmen den ersten Platz bei den Großunternehmen.

Der zweite Platz ging an GE HealthCare Austria aus dem Bezirk Vöcklabruck. Gerade bei Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft zählt jedes Detail. Mit einer neuen Technologie sollen Ärztinnen und Ärzte selbst feinste Blutgefäße und Blutflüsse im Mutterleib besser erkennen können und damit die Entwicklung ungeborener Babys noch genauer beurteilen.

Die drei ausgezeichneten Großunternehmen Miba, GE HealthCare Austria und Bosch wurden außerdem für den Staatspreis Innovation 2027 nominiert. Bosch geht zusätzlich für den Sonderpreis VERENA im Bereich Energieinnovation ins Rennen. M-A-S Maschinen- und Anlagenbau Schulz wurde für den Sonderpreis ECONOVIUS für kleine und mittlere Unternehmen nominiert.

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