Fliegender Tesla-Roadster ruft US-Verkehrsbehörde auf Plan
Die Präsentation des neuen Tesla-Roadsters hat spektakuläre Bilder geliefert. Die Reaktion der US-Behörden auf das fliegende Auto fiel nun deutlich nüchterner aus. Die Nationale Behörde für Straßen- und Verkehrssicherheit (NHTSA) pochte gestern auf die Einhaltung geltender Vorschriften.
Der Sportwagen scheine zwar "den Gesetzen der Physik zu trotzen", es müsse aber sichergestellt werden, dass er nicht gegen die bundesweiten Sicherheitsvorschriften für Kraftfahrzeuge verstoße.
Zudem müsse gewährleistet sein, "dass die Fahrer alle lokalen Verkehrsregeln einhalten". Die Behörde kündigte an, sie werde die Situation weiterhin beobachten "und nicht zögern, Maßnahmen zum Schutz der Fahrer zu ergreifen". Die NHTSA hatte Anfang September eine Untersuchung zu Teslas Cybercab eingeleitet, einem selbstfahrenden Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte ihrerseits, der mit Raketendüsen ausgestattete Prototyp des Roadsters gelte nicht als Luftfahrzeug. Der Roadster entspreche nicht der entsprechenden Definition der FAA.
Tesla-Chef Elon Musk hatte den neuen Roadster, der in der "Rocket"-Version kurze Strecken in der Luft zurücklegen kann, am Donnerstag auf einem Testgelände seines Raumfahrtunternehmen SpaceX nahe Waco im US-Bundesstaat Texas präsentiert. Im Prinzip könne das Auto "wie eine Rakete fliegen", sagte Musk.
Der Roadster kann in weniger als einer Sekunde von null auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 370 Kilometern pro Stunde.