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Wenige Tage im Amt: Trump entlässt Sprecherin Zacharia

Wenige Tage im Amt: Trump entlässt Sprecherin Zacharia

Wenige Tage im Amt: Trump entlässt Sprecherin Zacharia

Nach nur wenigen Tagen im Amt hat US-Präsident Donald Trump seine Pressesprecherin Katie Zacharia entlassen. Das bestätigte das Weiße Haus der BBC. Zuvor hatte Trump vor Journalistinnen und Journalisten in Washington gesagt, er habe ihr geraten, ihren Verbleib auf dem Posten zu "überdenken", weil es womöglich nicht die richtige Aufgabe für sie sei.

Zacharia hatte erst vor rund einer Woche das Amt übernommen. Bei ihrem ersten Auftritt vor der Presse am Dienstag fiel sie vor allem mit Versprechern und einem ungewöhnlich schnellen Ende nach nur wenigen Fragen auf.

Zudem geriet Zacharia wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen unter Druck. Die Absolventin einer US-Jurafakultät hatte US-Medien zufolge wiederholt eine Anwaltsbezeichnung genutzt, obwohl sie die entsprechende Zulassung dafür nicht bestanden hatte. Das räumte sie inzwischen selbst ein.

Auf die Frage eines Reporters, ob er gerne vor ihrer Anstellung von der nicht bestandenen Prüfung gewusst hätte, ging Trump nicht direkt ein. Stattdessen beklagte er wiederholt den Umgang der Medien mit seiner Sprecherin. Zacharia habe einen schwierigen Start gehabt, sagte Trump.

Zacharia hatte an der Pepperdine University im Bundesstaat Kalifornien Jus studiert und als Assistentin eines Rechtsprofessors gearbeitet. Hinweise auf eine Anwaltszulassung gibt es in ihrem Lebenslauf nicht. Die frühere Kommentatorin des Senders Fox News habe aber bei Fernsehauftritten und in Onlinenetzwerken immer wieder erwähnt, sie sei "Anwältin", hieß es in den Medienberichten.

Das "Wall Street Journal" zitierte am Donnerstag eine anonyme Quelle mit der Aussage, dass Zacharia 2011, kurz vor ihrer Hochzeit und ihrem Umzug nach China, zur Anwaltsprüfung angetreten und durchgefallen sei. Auch an der Glaubwürdigkeit mehrerer LinkedIn-Einträge zweifelten Fachleute.

Zacharia war die Nachfolgerin der zurückgetretenen Sprecherin Karoline Leavitt. Zuvor arbeitete Zacharia unter anderem für Trump Media and Technology, die Gruppe hinter der Truth-Social-Plattform des Präsidenten. Die Anhängerin von Trumps Bewegung "Make America Great Again" (MAGA, dt.: Macht Amerika wieder großartig) übernahm die Kommunikationsrolle im Weißen Haus zu einem Zeitpunkt, an dem Trumps Republikanern laut Umfragen schwere Niederlagen bei den im November anstehenden Kongresswahlen drohen.

Unter ihrer Vorgängerin Leavitt war es üblich, dass Dutzende Journalistinnen und Journalisten Fragen stellen konnten, oft dauerten die Pressekonferenzen weit über eine Stunde. Nach der Verbannung mehrerer Medienhäuser aus dem Weißen Haus warfen Verbände und Redaktionen der Trump-Regierung zuletzt immer wieder Einschnitte in die Pressefreiheit vor.

Zacharia wirkte bei ihrem ersten Auftritt als Sprecherin stellenweise nervös, ihre Eingangserklärung las sie weitgehend ab. Immer wieder verhaspelte sie sich und sprach – auf ihre Familie angesprochen – an einer Stelle von "meinem Präsidenten" statt von "meinem Ehemann". "Das ist ein Guter", scherzte sie danach über den Versprecher.

Am Freitag sorgte Zacharia zudem mit einer Aussage über die sanitären Zustände chinesischer Toiletten für Aufregung. Sie sei willkommen, bei Gelegenheit öfter nach China zu kommen und sich das anzusehen, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking dazu am Freitag.

Zacharia ließ in der Vergangenheit zudem immer wieder eine Nähe zu Verschwörungserzählungen erkennen. So verbreitete sie im September 2022 etwa die Falschbehauptung, der frühere Wahlkampfleiter Hillary Clintons, John Podesta, wäre pädophil.

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