Kommission will Klimaregeln zu Methan verschieben
Angesichts der Energiepreiskrise will die EU-Kommission bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe erst später als geplant anwenden.
In einem heute vorgelegten Änderungsvorschlag regt die Behörde an, dass Importeure von Öl, Gas und Kohle erst Anfang 2028 und damit ein Jahr später als geplant EU-Klimaschutzregeln für das Treibhausgas Methan befolgen müssen.
Die einjährige Verschiebung soll auch zusätzlichen Druck auf die Versorgungssicherheit bei importierten fossilen Brennstoffen vermeiden, hieß es.
Methan ist ein Treibhausgas und für Klimaerwärmung und Luftverschmutzung verantwortlich. Es entsteht in der Landwirtschaft, auf Mülldeponien sowie in der Öl- und Gasindustrie. Seit 2024 sind in der EU Regeln in Kraft, die die Methanemissionen des Energiesektors senken sollen.
Eigentlich müssten Unternehmen ab 1. Jänner 2027 für bestimmte Lieferverträge auch nachweisen, dass der Produzent im Herkunftsland seine Methanemissionen mindestens so sorgfältig überwacht und dokumentiert, wie es die EU von ihren eigenen Unternehmen verlangt.
Diese Vorschrift erst ein Jahr später in Kraft zu setzen spare in Krisenzeiten zusätzliche Kosten, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vergangene Woche.