ORF.at

Letzter PV-Fördercall startet mit mehr Geld

Letzter PV-Fördercall startet mit mehr Geld

Letzter PV-Fördercall startet mit mehr Geld

Das Wirtschaftsministerium hat angekündigt, dass statt acht Millionen Euro nun 38,5 Millionen Euro vergeben werden. Das Rennen um die Förderungen startet am heutigen Donnerstag um 17 Uhr. Nach Kritik an der Ticket-Vergabe, bei der es vor allem um Schnelligkeit geht, wird das Fördersystem ab 2027 neu aufgestellt.

Die zusätzlichen Mittel stammen laut Wirtschaftsministerium aus früheren Förderrunden. Projekte seien nicht oder nur teilweise umgesetzt worden, dadurch seien Fördergelder wieder frei geworden. Diese Restmittel würden nach der aktuellen Systematik des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) erneut für Förderungen verwendet.

Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) betonte, dass es sich dabei nicht um neues Budget handle. Die Mittel seien bereits in früheren Calls vorgesehen gewesen.

Der dritte und letzte Fördercall beginnt am heutigen Donnerstag um 17 Uhr mit der Ticketziehung und läuft bis 22. Oktober. Gefördert werden weiterhin neue sowie erweiterte Photovoltaikanlagen und damit verbundene Stromspeicher.

Die bisherige Förderlogik war zuletzt mehrfach kritisiert worden. Beim Fördercall im Juli waren die verfügbaren Mittel innerhalb kurzer Zeit ausgeschöpft. Nur ein kleiner Teil der eingereichten Anträge erhielt damals eine Zusage.

Ab 2027 soll die Förderung laut Ministerium neu organisiert werden. Die breite Förderung kleiner Photovoltaikanlagen soll schrittweise auslaufen. Stattdessen will das Ministerium den Schwerpunkt stärker auf Stromspeicher legen.

Geplant ist ein sogenannter "Speichersystembonus". Dieser soll sowohl für Speicher bei neuen Photovoltaikanlagen als auch für die Nachrüstung bestehender Anlagen gelten. Zusätzlich soll ein "intelligentes Energiemanagementsystem" Voraussetzung für eine Förderung werden.

Auch die Abwicklung der Förderungen soll geändert werden. Künftig soll es laut Ministerium keine einzelnen Fördercalls mehr geben. Stattdessen ist ein antragsbasiertes Modell nach Fertigstellung der Anlagen vorgesehen.

Die konkreten Förderbedingungen sowie die Höhe möglicher Boni würden derzeit noch ausgearbeitet, hieß es aus dem Ministerium. Für die geplanten gesetzlichen Änderungen ist eine Zweidrittelmehrheit im Parlament notwendig.

ORF.at

+ weitere Artikel anzeigen