500.000 Euro Schaden: Kfz-Diebstahlserie geklärt
Das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Burgenland haben nach monatelangen Ermittlungen eine länderübergreifende Kfz-Diebstahlsserie geklärt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Den beiden Slowaken werden derzeit 21 Diebstähle mit einem Schaden von rund 500.000 Euro zugeschrieben sowie sieben Diebstahlsversuche.
Eine eigens eingerichtete Sonderkommission (Soko) hatte unter der Bezeichnung "Operation Madaras" seit Anfang 2026 in dieser Sache ermittelt, nachdem sich eine Serie von Diebstählen gehäuft hatte, die sich vor allem gegen Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern richtete. Die Modelle wurden überwiegend in Park-&-Ride-Anlagen und bei Bahnhöfen und Freizeiteinrichtungen in Niederösterreich und im nördlichen Burgenland gestohlen.
Dem tatverdächtigen 54-Jährigen konnten von den Ermittlern einheitliche Tatmuster und Verschieberouten zugeordnet werden. Die gestohlenen Fahrzeuge wurden stets zeitnah über die österreichische Grenze in Richtung Bratislava verbracht. Als am 10. September ein verdächtiges Fahrzeug nach Österreich einreiste, wurde dieses mit Unterstützung der Flugpolizei und dem Polizeihubschrauber "Libelle Alpha" observiert. Schließlich erfolgte der Zugriff. Neben dem 54-Jährigen wurde auch ein 43-jähriger Landsmann des Slowaken festgenommen.
Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges wurden neben einem Jammer, ein professionelles elektronisches Diebstahlsgerät, manipulierte Steuergeräte für verschiedene Fahrzeugmarken sowie weiteres Einbruchswerkzeug sichergestellt. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt befinden sich die beiden Tatverdächtigen in U-Haft. Der 54-Jährige soll geständig sein. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.