Drogenbande in Linz zerschlagen
In Linz hat die Polizei eine kriminelle Suchtgiftorganisation zerschlagen. Sechs Hauptverdächtige aus dem syrischen Raum wurden identifiziert und befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen führten zur Aufdeckung weiterer Straftaten wie schwerer Raub und Nötigung.
Die kriminelle Gruppe soll seit Anfang 2025 größere Mengen Kokain und Cannabis nach Oberösterreich geschmuggelt und verkauft haben.
Die Ermittler konnten über 80 Abnehmer der Suchtgifte identifizieren und befragen. Neben dem Handel mit illegalen Substanzen konnten auch zahlreiche weitere Straftaten aufgeklärt werden. Das umfasst unter anderem einen Handyraub unter Einsatz einer Schreckschusswaffe, sowie eine schwere Nötigung: Ein Komplize sollte gezwungen werden, die Schuld gegenüber der Polizei auf sich zu nehmen. Beide Delikte spielten sich im Drogenmilieu ab.
Sechs Hauptverdächtige, darunter vier Männer im Alter von 27 bis 37 Jahren und zwei Frauen im Alter von 25 und 36 Jahren, befinden sich seit April 2026 in Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, ein 37-jähriger Syrer, wird zusätzlich wegen weiterer schwerer Straftaten und Missbrauchsdelikten beschuldigt. So soll er drogenabhängige Frauen im Austausch gegen Suchtgift zu sexuellen Handlungen gezwungen haben.
Die polizeilichen Ermittlungen wurden mit Anfang Oktober abgeschlossen. Sobald die Anklageschrift fertig sei, könne ein Prozesstermin festgesetzt werden, hieß es Dienstagfrüh von der Staatsanwaltschaft Linz.