"Säg amol" mit Markus Zerlauth
In der neuen Folge des multimedialen Formats "Säg amol – Vorarlberg im Interview" ist Physiker Michael Zerlauth im Gespräch mit ORF-Redakteur Stefan Krobath. Der gebürtige Vorarlberg leitet das Projekt für den Large Hadron Collider (LHC) im europäischen Kernforschungszentrum CERN.
100 Meter unter der Erde, nahe Genf, liegt eines der größten Forschungslabore der Welt: der Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Kernforschungszentrum CERN. In einem 27 Kilometer langen Tunnel werden winzige Teilchen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und gezielt zur Kollision gebracht. Der Vorarlberger Physiker Markus Zerlauth verantwortet das Projekt für den künftigen High-Luminosity LHC. Der Teilchenbeschleuniger ist derzeit außer Betrieb und wird bis 2030 umfassend modernisiert. Danach sollen deutlich mehr Kollisionen untersucht werden können.
Während Teleskope den Blick weit hinaus ins All richten, gehe es bei der Forschung am LHC in die entgegengesetzte Richtung, erklärt Zerlauth im Podcast "Säg amol": Forschende untersuchen die kleinsten Bausteine der Materie – also etwa den Aufbau von Atomen, Protonen und Neutronen. Bei den Zusammenstößen entstehen Bedingungen, die jenen Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall ähneln.
Zerlauth lebt mit seiner Familie seit mehr als 25 Jahren nahe der Schweizer Grenze. Sein Lebensmittelpunkt sei zwar die Region Genf, die Verbindung zu Vorarlberg und Österreich sei aber geblieben. "Ich fühle mich immer noch als Österreicher, vielleicht als Europäer", sagt er.
Das multimediale Format wird als Video und als Audio angeboten. Die Interviews gibt es im TV am Sonntagvormittag auf ORF III, ebenfalls am Sonntag von 11.00 bis 12.00 Uhr bei ORF Radio Vorarlberg sowie auf on.ORF.at, vorarlberg.ORF.at, der ORF-Plattform sound.ORF.at und allen gängigen Podcast-Plattformen.