Zemling: Großbrand durch brennenden Holzstoß
Im Raum Zemling (Bezirk Hollabrunn) hat sich am Samstagnachmittag ein brennender Holzstoß zu einem Großbrand mit fünf verschiedenen Brandstellen entwickelt. Insgesamt standen elf Feuerwehren mit knapp 140 Mitgliedern im Einsatz.
Kurz vor 15 Uhr wurden die Feuerwehren Zemling, Mühlbach und Hohenwarth laut Aussendung zu einem Brand eines großen Holzstoßes alarmiert. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung wurde dann eine zweite Brandstelle in unmittelbarer Nähe bekannt. Aufgrund dieser Entwicklung erhöhte Einsatzleiter Mario Hertlein umgehend auf Alarmstufe 3. Es wurden insgesamt neun Feuerwehren alarmiert.
Innerhalb weniger Minuten wurden laut Feuerwehr zwei weitere Brandstellen bekannt, sodass die Einsatzkräfte zunächst an vier verschiedenen Stellen gleichzeitig gefordert waren. Mithilfe von Drohneneinheiten der der Feuerwehren Hollabrunn und Maissau konnten sich die Einsatzkräfte einen raschen Überblick über die Lage verschaffen und entdeckten noch einen fünften Brandherd, berichtet Christian Kloiber, Leiter der Drohnengruppe. Drei weitere Feuerwehren wurden nachalarmiert.
Drei der Brandstellen konnten mithilfe der Tanklöschfahrzeuge erfolgreich bekämpft und abgelöscht werden. Deutlich aufwendiger gestaltete sich laut Feuerwehr aber der Brand eines größeren Rundholzlagers. Aufgrund des hohen Löschwasserbedarfs musste eine eigene Zubringleitung aufgebaut werden. Auch bei einer weiteren Brandstelle war die Errichtung einer sehr langen Löschwasserleitung notwendig, da eine direkte Zufahrt mit Tanklöschfahrzeugen nicht möglich war.
Trotz der zunächst unübersichtlichen Lage gelang es den eingesetzten Feuerwehren schließlich, alle Brandstellen rasch unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Waldbestand zu verhindern. Gegen 19.00 Uhr konnte an allen Brandstellen "Brand aus" gegeben werden. Die Brandursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Dem Bezirksfeuerwehrkommando Hollabrunn zufolge stellte der erste echte Einsatz der neu aufgestellten Unterstützungseinheit eine Besonderheit des Einsatzes dar. Diese unterstützt die örtliche Einsatzleitung bei der Bewältigung komplexer Einsatzlagen. Neben der Feuerwehr standen außerdem das Rote Kreuz und die Polizei im Einsatz.