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Überlebensrate bei Hautkrebs steigt

Überlebensrate bei Hautkrebs steigt

Überlebensrate bei Hautkrebs steigt

Heute startet der Hautärztekongress. Zentrales Thema ist dabei die Immuntherapie. Mit Hilfe dieser konnte die Überlebensrate von der Hälfte aller Menschen, die an einem Stadium-IV-Melanom erkrankt sind, um zehn Jahre und mehr verlängert werden.

Um die Behandlungsmöglichkeiten noch weiter zu verbessern, werden mRNA-Impfstoffe entwickelt. Das soll künftig die Überlebensrate bei schwarzem Hautkrebs noch weiter steigern. Bereits seit mehreren Jahrzehnten versucht man, eine Impfung herzustellen.

Das Revolutionäre an dieser sei laut dem Mediziner Christian Posch, dass man nicht versucht, ein bestehendes Melanom zu bekämpfen, sondern einen Rückfall zu verhindern. Der Vorteil dabei: Ein Impfstoff kann innerhalb von sechs Wochen hergestellt werden. Er ist an die jeweilige Person angepasst, indem man die Gewebezellen aus dem Melanom entnimmt, so der Vorstand der Dermatologischen Abteilungen der Kliniken Hietzing und Ottakring. Derzeit ist der Impfstoff noch in der dritten Phase der klinischen Testung. Erste Ergebnisse wirken laut Posch aber positiv.

Eine bereits bestehende Therapieform für schwarzen Hautkrebs ist die Immuntherapie. Sie hat die Behandlung seit 2011 grundlegend verändert. Davor war die einzige Alternative laut Posch die Chemotherapie. Diese war aber sehr ineffektiv für Hautkrebs.

Durch die Immuntherapie hat die Medizin ein Medikament mit Antikörpern entdeckt, die dem eigenen Immunsystem wieder ermöglichen, dass der Krebs angegriffen wird. Denn Tumorzellen entwickeln einen Mechanismus, sich gegen Angriffe des Immunsystems zu schützen.

Relevant ist das Thema, denn "fast bei jedem zweiten Menschen über 60 Jahren tritt weißer Hautkrebs auf", so der Mediziner. Der Grund: UV-Schädigung der Oberhaut. Um das zu vermeiden, sei das Wichtigste die richtige Hautkrebsvorsorge. Posch nennt dazu zwei Tipps: "Man sollte nicht rot werden und man sollte nicht zu braun werden, und das bedeutet, keinen Sonnenbrand zu bekommen." Außerdem solle man "nicht künstlich versuchen, Hautbräune herbeizuführen, sei es jetzt mit dem Solarium oder Sonnenbaden am Balkon oder im Garten".

Der Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) findet von Mittwoch bis Samstag im Austria Center Vienna statt. An den vier Tagen werden mehr als 170 Programmpunkte für junge wie erfahrene Dermatologen und Dermatologinnen angeboten.

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