Terrorverdacht in GB: Offenbar kein Sprengstoff gefunden
Das Rätselraten über mögliche Anschlagspläne über die von den USA genutzte britische Militärbasis Fairford geht weiter. Britische Medien berichteten heute, in den beschlagnahmten Fahrzeugen sei kein Sprengstoff gefunden worden. Fünf Verdächtige waren am Vortag unter Auflagen freigelassen worden.
Die Polizei war in der Nacht auf Sonntag zu dem Stützpunkt der Royal Air Force gerufen worden. Dort entdeckten Einheiten drei weiße Lieferwagen, fünf Verdächtige wurden festgenommen. Es handelt sich nach Polizeiangaben um britische Staatsbürger im Alter von 23 bis 25 Jahren, die alle in London wohnen.
In den Lieferwagen befanden sich offenbar Fässer, wie auf Luftaufnahmen der Fahrzeuge zu sehen war. Mindestens ein Fahrzeug war zudem mit einem gefälschten Logo eines echten Diesellieferanten und einer falschen Telefonnummer versehen. Manche britische Medien spekulierten über einen möglichen versuchten Treibstoffdiebstahl.
Andere Medien wiederum berichteten, die Polizei prüfe eine Verbindung zum Iran. Die iranische Botschaft in London wies eine Verwicklung zurück.
Für zusätzliche Verwirrung sorgten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump und seinem Außenminister Marco Rubio. Trump hatte am Sonntag in Washington gesagt, die Verdächtigen hätten "großen Schaden" anrichten wollen.
Auf eine Frage nach den Festgenommenen sagte er: "Wir wissen alles über sie." Später äußerte er sich "überrascht" über die Freilassung der Männer. "Ich hätte das nicht getan", sagte Trump.
Trump fügte hinzu, der Vorfall stehe "möglicherweise" mit dem Iran in Verbindung. Auch Rubio sagte, hinter dem möglichen Anschlagsplan stehe "ein ausländischer Akteur". Es handele sich um "eine sehr ernste Angelegenheit", auf die "angemessen" regiert worden sei, sagte er. In den kommenden Tagen würden "dazu noch viele weitere Informationen bekannt".