"The Cut" ist Friedensbild des Jahres
Im Wiener Rathaus ist am Donnerstag der Global Peace Photo Award 2026 verliehen worden. Als Friedensbild des Jahres wurde dabei "The Cut" der italienischen Fotografin Silvia Alessi ausgezeichnet. Es zeigt das Aufbegehren von Afghaninnen gegen ihre Unterdrückung.
Der Hauptpreis für das Friedensbild des Jahres war mit 6.000 Euro dotiert. Das Bild zeigt das Aufbegehren aus Afghanistan nach Pakistan geflüchteter Frauen gegen die Unterdrückung, einen Moment der Befreiung und die Sehnsucht, Frieden mit dem Leben machen zu können.
Jede der Frauen hält in "The Cut – From Training To Hidden Practice" demonstrativ einen Föhn in die Luft. Neben so vielem anderen haben die in Afghanistan seit 2021 regierenden radikalislamistischen und erzreaktionären Taliban den Frauen auch Schönheitssalons verboten. Was einst zu den wenigen Berufen gehörte, in denen afghanische Frauen noch arbeiten konnten, ist nun illegal.
"Was in Afghanistan ausgelöscht ist, eignen sich junge geflüchtete Frauen nun in Pakistan an. In Klassenräumen mit Spiegeln, Friseurutensilien, Mannequinbedarf. Jeder Föhn eine Waffe im Kampf um Selbstbestimmung, Identität und Sichtbarkeit, um Teilhabe und das Recht, einen Beruf zu wählen", hieß es.
Silvia Alessi wurde darüber hinaus in der Kategorie "Bestes Einzelbild" ausgezeichnet. Das Preisgeld von 1.000 Euro wurde von der Photographischen Gesellschaft (PHG), der zweitältesten fotografischen Gesellschaft der Welt, zur Verfügung gestellt.