Trump empfängt Xi: Zölle gegen China aufgeschoben
Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Das sagte Bessent am gestern (Ortszeit) dem Sender Fox News zu Beginn eines dreitägigen Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington.
Man habe "vereinbart", das "Busan-Abkommen zu verlängern", sagte Bessent. Im südkoreanischen Busan hatten Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vergangenen Oktober ein Aussetzen hoher zusätzlicher Zölle vereinbart.
Zuvor war der Handelskonflikt beider Staaten im April 2025 eskaliert, als die Regierungen sich gegenseitig mit Zusatzzöllen von über 100 Prozent überzogen. Statt zum 10. November soll der Aufschub nun bis zum 10. Jänner gelten, so Bessent.
Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan landeten indes auf einem Militärflugplatz nahe der US-Hauptstadt Washington. Empfangen wurden sie dort von Trump und seiner Ehefrau Melania persönlich. Dass der US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef selbst am Flughafen empfängt, ist äußerst selten.
Themen des Treffens dürften neben dem Handelsstreit beider Länder auch die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein. Zudem dürften Trump und Xi auch über globale Konflikte wie den Iran-Krieg und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.