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Tausende Fische verendet: Familie kämpft um Existenz

Tausende Fische verendet: Familie kämpft um Existenz

Tausende Fische verendet: Familie kämpft um Existenz

Die Unwetterfront am Mittwochabend hat für eine große Fischzucht in Schiedlberg (Bezirk Steyr-Land) dramatische Folgen gehabt. Ein umgestürzter Baum kappte die Stromleitung – dadurch verendeten Tonnen von Fischen in den Becken und Teichen.

Noch vor wenigen Tagen tummelten sich in der Fischzuchtanlage tonnenweise Fische, jetzt sind die Becken und Teiche nahezu leer. Ausgelöst wurde das Unglück durch einen umgestürzten Baum, der rund 50 Meter entfernt eine Stromleitung kappte. Wie der Strom anschließend in das Wasser gelangte, wird derzeit von Netz Oberösterreich untersucht. Nächste Woche soll es dazu erste Erkenntnisse geben.

Für den Familienbetrieb, der unter anderem eine große Handelskette mit Fisch beliefert, geht es um die Existenz. Fischzüchter Matthias Maier dazu: "Es ist mehr als existenzbedrohend. Wir werden eruieren müssen, wie wir das in den nächsten Wochen und Monaten schaffen. Deswegen sind wir auch so dankbar für jeden, der zu uns kommt. Die Fische von Mittwoch sind natürlich schon verkauft. Jeder Fisch, der jetzt verkauft wird, hilft uns, finanziell zu überleben."

Ehefrau Ursula Maier ergänzt: "Einerseits ist es eine totale Katastrophe. Aber wenn man die Solidarität sieht, was das für ein Zusammenhelfen ist, spürt man eine unglaubliche Dankbarkeit."

Die Tragödie sprach sich schnell herum, viele wollen helfen, indem sie sich mit Fisch eindecken. Matthias Maier schildert: "In der Anlage waren um die 21 Tonnen Fische. Wir schätzen, dass wir einen Schaden von circa 70 bis 80 Prozent haben."

Und auch wenn im Becken noch Störe schwimmen, der Schein trügt. Viele hier haben ein gebrochenes Rückgrat. Matthias Maier muss nach und nach die edlen Fische von ihrem Leid erlösen: "Das heißt, der Fisch lebt und hat beim Gehirn noch genug Sauerstoff und im hinteren Bereich ist schon alles tot."

Geschlafen hat Matthias Maier seit Mittwoch so gut wie nicht. Er und seine Familie kämpfen um jeden Fisch. Ehefrau Ursula Maier sagt: "Es tut einfach weh, wenn man die Fische aufzieht. Man hat einen Bezug dazu." Dennoch wäre es nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn irgendwelche Leute betroffen gewesen wären, ergänzt Ursula Maier.

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