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Schweden-Wahl: Mitte-links-Bündnis laut Exit-Polls voran

Schweden-Wahl: Mitte-links-Bündnis laut Exit-Polls voran

Schweden-Wahl: Mitte-links-Bündnis laut Exit-Polls voran

Bei der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich ein Sieg der von den Sozialdemokraten angeführten Mitte-links-Opposition ab. Die vier linken Oppositionsparteien lagen laut zwei Nachwahlbefragungen vom Sonntagabend mit 51,3 Prozent der Stimmen vor dem rechten Lager, das den Angaben zufolge rund 47 Prozent holte.

Stärkste Kraft dürften laut Exit-Polls die Sozialdemokraten von Ex-Regierungschefin Magdalena Andersson geworden sein. Die Partei kommt laut dem schwedischen Sender SVT auf 28,4 Prozent der Stimmen – ob das für eine Regierungsbildung reicht, ist aber offen.

Die konservative Partei von Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson erhielt demnach 18,1 Prozent der Stimmen. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten kommen in der Prognose auf 17,2 Prozent.

Obwohl schwedische Nachwahlbefragungen oft ein Hinweis auf das Endergebnis sind, haben sie sich nicht immer als zutreffend erwiesen. So prognostizierte im Jahr 2022 eine Nachwahlbefragung einen Sieg für Anderssons Block, am Ende wurde die Wahl aber von einer rechten Koalition unter Führung von Ulf Kristersson gewonnen, der heute Schwedens Ministerpräsident ist.

Sollte sich der rechte Block auch diesmal durchsetzen, würde das bedeuten, dass die rechtsextremen Schwedendemokraten, die laut SVT-Umfrage bei 17,2 Prozent liegen, erstmals Teil der Regierung werden.

Mehrere Meinungsumfragen dieser Woche zeigten, dass Mitte-Links einen knappen Vorsprung vor dem regierenden rechten Block hatte. Doch Kristersson, der während seiner gesamten vierjährigen Amtszeit in den Meinungsumfragen hinterherhinkte, hat in den letzten Wochen des Wahlkampfs aufgeholt, während Andersson und ihre Sozialdemokraten an Boden verloren.

Rund acht Millionen Schwedinnen und Schweden waren aufgerufen, abzustimmen. Lange vor der Wahl hatte die Opposition in Umfragen weit vorn gelegen. Kurz vor dem Termin hatte sich aber doch ein engeres Rennen um die Macht abgezeichnet als erwartet.

Im Wahlkampf ging es unter anderem um die Herausforderungen des Landes im Umgang mit Migration, um Bandenkriminalität und eine Verschärfung des Strafrechts. Aber auch um die Frage, ob die Rechtspopulisten in Schweden erstmals Teil einer Regierung werden könnten.

"Sie (die Schwedendemokraten, Anm.) haben einen schwedischen Weg des Populismus entwickelt. Er ist nicht laut oder schreiend, sondern wirkt gemäßigter, bleibt aber provokant", hatte Wahlforscher Torbjörn Sjöström vom schwedischen Meinungsforschungsinstitut Novus laut der ARD vor der Wahl erklärt.

Kristerssons Koalition aus seinen Konservativen, Christdemokraten und Liberalen regierte in den vergangenen Jahren seit der Wahl 2022 bereits mit Unterstützung der Rechtspopulisten. Der Vorsitzende der Schwedendemokraten, Jimmie Akesson, hatte vor der Wahl geäußert: "Wir hatten die Chance, Verantwortung zu übernehmen. Diese Chance haben wir genutzt."

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