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US Open: Zverev zeigt sich erstmals in Titelform

US Open: Zverev zeigt sich erstmals in Titelform

US Open: Zverev zeigt sich erstmals in Titelform

Alexander Zverev hat bei den US Open am Montagabend (Ortszeit) souverän das Viertelfinale erreicht und sich dabei erstmals durchgehend in Titelform präsentiert. Der deutsche French-Open-Sieger ließ in New York dem lange Zeit überforderten Italiener Luciano Darderi beim 6:2 6:2 7:6 (7/3) nur im dritten Satz eine Chance und konnte sich vor allem auf seinen starken Aufschlag verlassen.

Um 23.47 Uhr Ortszeit (5.47 Uhr MESZ) verwandelte Zverev in New York nach 2:30 Stunden Spielzeit den Matchball. Seine vorigen drei Abendspiele bei dieser Auflage des Grand-Slam-Turniers in New York hatten sich jeweils bis weit nach Mitternacht gezogen. In dieser Form darf sich der 29-Jährige beste Chancen auf sein erstes US-Open-Endspiel seit 2020 ausrechnen.

Sowohl Viertelfinal-Gegner Botic van de Zandschulp aus den Niederlanden als auch die potenziellen Halbfinal-Kontrahenten Karen Chatschanow aus Russland und Alexander Blockx aus Belgien gelten als Außenseiter. Erst im Finale am Sonntag könnte ein großer Name wie der Spanier Carlos Alcaraz warten.

Zverev setzt damit seine starke Saison fort: Halbfinale bei den Australian Open, erster Titel bei den French Open, Endspielniederlage in Wimbledon, nun das Viertelfinale. Insgesamt feierte Zverev seinen 22. Sieg der Saison bei einem Grand-Slam-Turnier und stellte damit den deutschen Rekord von Boris Becker von 1989 ein. Erstmals überhaupt in seiner Karriere hat Zverev in allen vier großen Turnieren eines Jahres die Runde der besten acht erreicht.

Zverev geht nun auch als großer Favorit in das Duell mit van de Zandschulp. Der Weltranglisten-70. gewann nach großem Kampf gegen den Franzosen Arthur Gea mit 3:6 6:7 (0/7) 7:6 (9/7) 7:6 (7/3) 6:4. Nach 5:16 Stunden Spielzeit verwandelte der Niederländer den Matchball, damit war es das viertlängste Match der US-Open-Geschichte. Auch in der vorigen Runde war van de Zandschulp über die komplette Distanz gegangen und dürfte am Mittwoch entsprechend ausgelaugt sein. "Ich kann noch stehen", sagte der Niederländer im Siegerinterview stöhnend.

Auch Zverev hatte für seine ersten beiden Siege in diesem Turnier jeweils fünf Sätze und insgesamt neuneinhalb Stunden gebraucht. Doch inzwischen präsentiert sich der physisch starke Zverev bestens erholt und sparte wichtige Kräfte für die weiteren Aufgaben.

Zverev erwischte einen perfekten Start ins Achtelfinale. Mit beinahe makellosem Tennis dominierte er den Weltranglisten-22. Darderi, nahm ihm zweimal den Aufschlag ab und führte nach einer guten Viertelstunde mit 4:0.

Sein italienischer Gegner Darderi hatte zwar bereits im Vorjahr die dritte Runde der US Open erreicht. Bei nun insgesamt fünf Siegen in New York hatte er allerdings noch nie einen Spieler aus den Top 100 der Weltrangliste geschlagen. Dass Darderi trotzdem gefährlich sein kann, hatte Zverev diese Saison allerdings schon erlebt. Beim Masters in Rom hatte der Hamburger vier Matchbälle gehabt, musste sich dann allerdings mit einem 0:6 im dritten Satz geschlagen geben. Danach hatte er berichtet, krank gewesen zu sein.

Nun ließ sich Zverev nicht vom Erfolgsweg abbringen. Souverän wehrte er im letzten Aufschlagspiel einen Breakball ab und holte sich den ersten Satz. Drei Viertel seiner ersten Aufschläge fanden den Weg ins Ziel, Sandplatzspezialist Darderi kam damit kaum ins Spiel.

Auch im zweiten Durchgang nahm er seinem Gegner sofort wieder den Aufschlag ab. Frustriert drosch Darderi den Ball auf die Tribüne. Dankbar beklatschte das Publikum jeden Punkt des Außenseiters und jubelte über das 1:4. Doch wenig später lag Zverev schon mit 2:0 Sätzen vorne. Darderi kämpfte sich in den dritten Durchgang, gab nicht auf und feierte fast jeden Punktegewinn mit der geballten Faust. Erstmals erhielt Zverev echte Gegenwehr, setzte sich aber im Tiebreak nervenstark durch.

(USA, Grand-Slam-Turnier, 108 Mio. Dollar, Hartplatz)

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