Neues Umspannwerk in Tamsweg wird gebaut
Die Stromversorgungssicherheit im Lungau soll mit mehreren Maßnahmen verbessert werden. Die Salzburg Netz GmbH, eine Tochter der Salzburg AG, baut gerade im Tamsweger Ortsteil Mörtelsdorf ein neues Umspannwerk.
Bisher hat es im Lungau nur ein einziges Umspannwerk in St. Michael gegeben. Die Bauarbeiten in Tamsweg sollen zusätzliche Kapazitäten für neue Einspeiser, also etwa Solarstromerzeuger schaffen, sagt Salzburg Netz-Geschäftsführerin Christina Staude: "Da sind wir jetzt in einer schwierigen Situation im Lungau, weil eben die Kapazität fehlt. Die werden dann wieder leichter und schneller bearbeitet werden können – die Versorgungssicherheit steigt."
Denn gerade an Tagen mit geringem Strombedarf und hoher Einspeisung aus Photovoltaik und Wasserkraft sei die Netzlast im Lungau sehr hoch, heißt es aus der Salzburg Netz GmbH.
Auch eine weitere Achillesferse könnte bald abgesichert werden: Derzeit ist das Lungauer Stromnetz vor allem über eine Freileitung am Tauern an den Rest Salzburgs angebunden. Diese Leitung liegt im Hochgebirge, ist den Elementen ausgesetzt und damit störungsanfällig.
Die anstehende Generalsanierung der Tauerntunnelröhren würde die Möglichkeit bieten, dort ein unterirdisches Starkstromkabel zu verlegen. "Das hätte den Charme, dass es eben nicht der Witterung ausgesetzt ist, würde die Übertragungskapazitäten deutlich erhöhen und eine Ausfallsicherheit sicherstellen, weil wir dann zwei Systeme hätten", so Staude.
Derzeit laufen dazu noch die Verhandlungen mit der Asfinag, so Staude. Eine genaue Kostenschätzung gibt es noch nicht.