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Rassistische Äußerungen: Designer Galliano sagt Schau in New York ab

Rassistische Äußerungen: Designer Galliano sagt Schau in New York ab

Rassistische Äußerungen: Designer Galliano sagt Schau in New York ab

Der britische Modeschöpfer John Galliano hat eine geplante Ausstellung seiner Werke im Metropolitan Museum of Art in New York abgesagt. Das teilte der 65-Jährige am Montag auf Instagram mit. Hintergrund sind in der Vergangenheit getätigte rassistische und antisemitische Aussagen Gallianos.

"Nach langer Überlegung und Gesprächen mit allen Beteiligten habe ich schweren Herzens entschieden, dass es das Beste ist, die Ausstellung zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattfinden zu lassen", schrieb Galliano am Montag auf Instagram.

"Ich übernehme weiterhin die volle Verantwortung für den Schmerz, den meine Worte in der Vergangenheit ausgelöst haben, insbesondere für das Leid, das ich der jüdischen und asiatischen Gemeinschaft zugefügt habe, und ich bin nach wie vor zutiefst traurig darüber", fügte er hinzu.

Ein französisches Gericht hatte Galliano im Jahr 2011 wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen schuldig gesprochen, nachdem er in einer Bar in Paris gegen Juden und Asiaten gerichtete Parolen von sich gegeben hatte und seine Liebe zum NS-Diktator Adolf Hitler bekundet hatte.

Der für seine extravagante Persönlichkeit und seine gewagten Entwürfe bekannte Designer verlor daraufhin seine Stelle als Kreativdirektor bei Dior.

Nach der Verurteilung absolvierte Galliano einen Aufenthalt in einer Entzugsklinik. Zudem sprach er laut "New York Times" mit Rabbinern und einem ehemaligen Vorsitzenden der Bürgerrechtsorganisation Anti Defamation League über das Judentum und dessen Geschichte. 2014 schließlich wurde er Kreativdirektor bei Maison Margiela und damit wieder in die Modewelt aufgenommen.

Das Met hatte eine neunmonatige Ausstellung der Arbeiten Gallianos ab Mai geplant. Prominente Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinde, darunter der bekannte Kunsthändler Arne Glimcher und die Sprecherin des Stadtrats, Julie Menin, äußerten jedoch Einwände. Wegen der Kritik war sogar die Verlegung der berühmten Met Gala im Raum gestanden. Diese findet traditionell am ersten Sonntag im Mai statt.

"Ich möchte nicht, dass die Debatte um mich das Met in eine schwierige Lage bringt oder von der bemerkenswerten Arbeit des Costume Institute ablenkt", sagte Galliano unter Verweis auf die Abteilung des Museums für Modedesign. "Ich erkenne auch an und respektiere, dass eine Ausstellung, die meine Arbeit ehrt, für manche schmerzhaft wäre", fügte er hinzu.

Das Metropolitan Museum of Art bestätigte, dass die Ausstellung "John Galliano: Horizons" nicht wie geplant stattfindet und dass zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Schau geplant sei.

Galliano wäre erst der dritte noch lebende Modeschöpfer gewesen, dem eine Einzelausstellung im Costume Institute, der Modeabteilung des Museums, gewidmet worden wäre.

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