Nordzypern: Kapitän nach Schiffsunglück festgenommen
Der Kapitän und sieben Crewmitglieder sind nach dem Fährunglück mit mehreren Toten vor der Insel Zypern festgenommen worden. Das erklärte der Ministerpräsident der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern, Ünal Üstel, nach Angaben des nordzypriotischen Staatssenders BRT.
Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen, versprach er: "Ich sage das hier ganz klar. Jeder Aspekt dieses Vorfalls wird untersucht. Selbst die geringste Fahrlässigkeit wird ans Licht kommen", sagte Üstel. Die Rettungsarbeiten gingen weiter.
Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf acht, wie der türkisch-zypriotische Verkehrsminister Erhan Arikli nach Angaben des Senders BRT sagte. Nach zahlreichen Menschen werde noch gesucht.
Nach offiziellen nordzypriotischen Angaben befanden sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre, darunter 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Die meisten konnten gerettet werden.
Nach Behördenangaben war die Fähre zu Mittag kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Girne (Kyrenia) gekentert. Wasser drang in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt. Die Fähre war auf dem Weg ins südtürkische Mersin.