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Bohrungen am Otto-Wagner-Areal fertig

Bohrungen am Otto-Wagner-Areal fertig

Bohrungen am Otto-Wagner-Areal fertig

Das Otto-Wagner-Areal soll künftig stärker mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Dafür wurden in den vergangenen Monaten rund 430 Geothermiebohrungen durchgeführt. Die eingesetzten Tiefensonden sollen mit Wärmepumpen klimafreundliche Wärme und Kälte für das Areal liefern.

Die Geothermiebohrungen am Areal wurden im Juli beendet. Anschließend wurden die Bohrstellen fachgerecht verschlossen und die vorübergehend beanspruchten Flächen wiederhergestellt. Damit ist ein wesentlicher Schritt für die geplante Energieversorgung des Otto-Wagner-Areals erreicht – weitere Arbeiten an der geplanten Energieanlage stehen noch aus.

Über die Geothermie soll künftig ein großer Teil der benötigten Wärme und Kälte am Areal bereitgestellt werden. Dafür werden die relativ konstanten Temperaturen im Untergrund genutzt: Im Winter kann die dort gespeicherte Wärme über die Tiefensonden und Wärmepumpen zum Heizen der Gebäude genutzt werden und im Sommer lässt sich das System zur Kühlung einsetzen.

Dadurch sollen fossile Energieträger verringert und Emissionen reduziert werden. Ergänzend sind Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Pavillons vorgesehen. Zusammen sollen die beiden Technologien den Anteil erneuerbarer Energie bei der Versorgung des Areals erhöhen und langfristig zu stabileren Energiekosten beitragen.

Die endgültige Begrünung der von den Bohrarbeiten betroffenen Bereiche ist erst für den Herbst geplant. Aufgrund der momentanen hohen Temperaturen und der längeren Trockenperioden seien die Bedingungen für eine nachhaltige Ansaat derzeit nicht geeignet, heißt es von der WSE Wiener Standortentwicklung.

Bei den Arbeiten musste laut der Geschäftsführung des Otto-Wagner-Areals besonders auf speziellen Bedingungen des Geländes Rücksicht genommen werden: Das Areal steht unter Denkmalschutz und umfasst neben den historischen Gebäuden auch umfangreiche Grünflächen.

Die Geothermiebohrungen sind Teil der laufenden Neugestaltung des Otto-Wagner-Areals. Seit 2023 wird das Kernareal saniert und schrittweise für neue Nutzungen in den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Forschung adaptiert.

Das Areal zählt mit seinen mehr als 50 Pavillons zu den bedeutenden Jugendstilensembles Wiens. Bei der Neugestaltung und weiteren Entwicklung stehen auch der Erhalt der denkmalgeschützten Anlage sowie die Wahrung der Gedenkfunktion im Mittelpunkt.

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