Insel wirbt mit längeren Betriebszeiten
Die Kinderbetreuungseinrichtung "Insel" in der Landeshauptstadt kämpft weiter um ihre Zukunft. Obwohl der Schulstart in drei Wochen naht, gibt es noch keine Klarheit um dringend notwendige Subventionen von Stadt und Land Salzburg. Inzwischen will die Insel mit deutlich erweiterten Öffnungszeiten um Kunden werben.
Bei der Kinderbetreuungseinrichtung in unmittelbarer Nähe zur Salzach und zum Aya-Bad zwischen Alpenstraße und Franz-Hinterholzer-Kai will man sich neu aufstellen, und das auch abseits der gewünschten Subvention. Kinderbetreuung soll künftig von Montag bis Samstag von 07.30 bis 20.00 Uhr angeboten werden. "Mit diesem Konzept möchten wir uns von anderen Anbietern unterscheiden, und wir glauben, dass die Nachmittagsbetreuung tatsächlich auslaufend ist, wenn das als einzelnes Projekt gedacht ist. Deshalb möchten wir bis 20.00 Uhr geöffnet haben und entsprechende Programme in dieser Zeit anbieten", sagte die Geschäftsführerin der Einrichtung "Insel – Haus der Jugend", Cornelia Lindner.
Der Stadtrechnungshof prüft die Einrichtung derzeit, die bisher jährlich rund 180.000 Euro Subvention sowohl vom Land als auch von der Stadt Salzburg erhalten hat. Für die Stadt sind nach dem Konflikt zwischen der Stadtpolitik und dem ehemaligen Vorstand der Einrichtung nach wie vor etliche Fragen im Zusammenhang mit dem Zukunftskonzept der Insel noch offen.
Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) machte im Frühjahr als zentraler Subventionsgeber Druck auf das Team der "Insel". Er verlangte unter anderem mehr Transparenz und ein nachvollziehbares pädagogisches Konzept von einem neuen Vorstand. In den vergangenen Monaten hätten sich viele Eltern bereits nach Alternativen für die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder umgesehen, hieß es am Dienstag aus der Stadtverwaltung.