Griechenland will Asylsuchende auf Ägäis-Inseln verlegen
Die griechischen Behörden wollen Hunderte Menschen, die in den vergangenen Tagen vor der Küste der Insel Kreta aus dem Meer gerettet worden sind, in Aufnahmezentren auf Samos und Lesbos bringen. Die Verlegung auf die Inseln diene der "Identifizierung, dem Screening und der Überprüfung" der Asylsuchenden vor einem möglichen Transfer in Einrichtungen auf dem Festland, teilte das Migrationsministerium heute mit.
Für die betroffenen Inseln werde "keine zusätzliche Belastung" entstehen, erklärte das Ministerium. Im Falle einer Ablehnung von Asylanträgen würden Abschiebeverfahren eingeleitet.
Ungeachtet der Zusicherungen des Ministeriums traf sich nach Angaben des Nachrichtenportals "Sto Nissi" der Bürgermeister von Mytilini auf Lesbos mit örtlichen Hoteliers zu einem Krisentreffen. Den Angaben zufolge werden auf Lesbos 200 Asylsuchende erwartet, auf der Nachbarinsel Samos sollen es 200 weitere sein.
Kreta verfügt derzeit nur über eine provisorische Unterbringungsmöglichkeit für Asylsuchende. Das Migrationsministerium will allerdings bald ein Aufnahmezentrum auf der Insel einrichten.