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Neue Jobchancen für Jugendliche mit Behinderung

Neue Jobchancen für Jugendliche mit Behinderung

Neue Jobchancen für Jugendliche mit Behinderung

Seit 2024 müssen sich Jugendliche mit Behinderung nicht mehr als arbeitsunfähig einstufen lassen. Sie können stattdessen mit "Arbeitsfähig bis 25" ihre Chancen am Arbeitsmarkt testen. 157 Jugendliche nutzen die Initiative, auch Stefan Prager aus dem Mostviertel.

"Die ganze Zeit zu Hause zu sitzen, hat mich überhaupt nicht mehr gefreut. Ich wollte einfach arbeiten gehen. Dann habe ich die Firma gesehen, habe mir den Tag der offenen Tür angeschaut und dann ein paar Wochen später habe ich schon anfangen können. Überrascht war ich, dass es wirklich so schnell gegangen ist", erzählt der 25-jährige Stefan Prager gegenüber noeORF.at.

Im Arbeitstrainingszentrum in Purgstall (Bezirk Scheibbs) kann er verschiedene Tätigkeiten ausprobieren, um sich auf seinen Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Durch die Initiative "Arbeitsfähig bis 25" sollen junge Menschen mit Behinderungen leichter ihren Weg in den Arbeitsmarkt finden. Unterstützt werden sie dabei vom AMS, dem Sozialministeriumservice sowie externen Partnern.

Bis vor zwei Jahren war der Weg in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderung oft ein anderer. "Bis zu diesem Zeitpunkt wurde bei Feststellung der Arbeitsunfähigkeit für diese Jugendlichen die Möglichkeit genommen, Angebote des AMS in Anspruch zu nehmen", erklärt Günther Widy, der Leiter des Sozialministeriumservice.

Das Angebot "Arbeitsfähig bis 25" nutzen in Niederösterreich seit dem Start im Jahr 2024 157 Jugendliche. 59 davon nehmen an individuellen Schulungen teil, 15 gelang bereits der Einstieg ins Berufsleben. "Das klingt in der Zahl vielleicht gar nicht so viel, aber für jeden einzelnen Jugendlichen hat sich das Leben verändert. Das ist schon ein großer Schritt für die jungen Menschen und es ist auch ganz wichtig, dass es Betriebe gibt, die diesen Weg mitgehen", betont Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ.

Teilhabe am Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Integration – genau das soll die Initiative jungen Menschen wie Stefan Prager ermöglichen. Mithilfe von individueller Unterstützung bekommt er so die Möglichkeit, einen ersten Schritt in Richtung Berufsleben zu machen.

"Ich glaube, es hat ihn sehr positiv beeinflusst, weil er hier sieht, was er kann. Für ihn ist es eine Zeit, in der er lernen darf, in der er aber auch schon produktiv arbeitet und erproben kann, wo es hingeht", sagt Katrin Dorner-Markt, die im Zuge des Jugendcoachings des Sozialministeriumservice junge Menschen wie Stefan Prager begleitet.

Wo es für den 25-Jährigen hingeht, scheint er schon zu wissen: "Ich habe viele Praktika im Lagerbereich gemacht und ich will einfach nicht mehr weg aus dem Lagerbereich – mit dem Stapler fahren, das taugt mir", erzählt Prager. Denn das Ziel ist klar: In Zukunft will er beruflich auf eigenen Beinen stehen.

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