ORF-Direktorium: Stiftungsrat stimmt über Pigs Vorschlag ab
Der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig schlägte heute dem ORF-Stiftungsrat sein 13-köpfiges Direktorium zur Bestellung vor. Für das Auswahlverfahren zog Pig externe Berater hinzu, um ein transparentes, objektives, nachvollziehbares und nicht-diskriminierendes Auswahlverfahren sicherzustellen.
Unter den vier zentralen Direktorinnen und Direktoren sowie neun Spitzen für die ORF-Landesstudios finden sich sechs Personen, die in ihren Funktionen wiederbestellt werden sollen: Technikdirektor Harald Kräuter sowie die Landesstudio-Chefs Edgar Weinzettl (Wien), Alexander Hofer (NÖ), Klaus Obereder (OÖ), Esther Mitterstieler (Tirol) und Werner Herics (Burgenland).
Neu in den vorgeschlagenen Funktionen sind Michael Krön (Programm und Brands), Silvia Lieb (Finanzen), Angelika Simma-Wallinger (Audience und Plattformen) sowie Gerd Schneider (Salzburg), Sigrid Hroch (Steiermark), Martin Weberhofer (Kärnten) und Julia Ortner (Vorarlberg).
Im Vorfeld der heutigen Sitzung verlangte Stiftungsrat Peter Westenthaler, dass die Abstimmung verschoben werden solle. Er verlangte gestern unter anderem die Vorlage der Bewerbungsunterlagen und Konzepte, um eine Entscheidung treffen zu können.
ORF-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer hatte bereits im Juli nach ähnlich lautender Kritik mit Verweis auf eine einstige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts darauf hingewiesen, dass Ausschreibung, Auswahl der bestgeeigneten Kandidatinnen und Kandidaten sowie der Vorschlag zur Bestellung dem Generaldirektor obliege – nicht dem Stiftungsrat.