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Landwirt: „Jetzt wird es wirklich brenzlig“

Landwirt: „Jetzt wird es wirklich brenzlig“

Landwirt: "Jetzt wird es wirklich brenzlig"

Viel zu wenig Regen, dazu die extreme Hitze: Auf den Wiesen und Feldern haben die Pflanzen das Wachstum zum Teil schon eingestellt. "So ein Jahr wie heuer haben wir noch nie gehabt", so der Landwirt Andreas Kastner aus Naarn (Bezirk Perg) in "Auf ein Wort", der samstäglichen Interviewreihe des ORF-OÖ. "Teilweise droht ein Totalausfall."

Der Regen der vergangenen Tage reicht nicht aus, um die Trockenheit der vergangenen Monate auszugleichen, sagt der Schweinebauer Andreas Kastner aus Naarn: "Wir brauchen dringend einen langsamen Regen auf eine Woche aufgeteilt." Dazu kommt noch die Hitze, unter der die Pflanzen ebenfalls leiden: "Wenn wir in der prallen Sonne stehen, geht es uns auch nicht gut", so Kastner.

Für viele Landwirte sei die Trockenheit existenzbedrohend: "Wir leben von dem, was wir auf den Feldern oder im Stall haben", so Kastner. "Vom Draufzahlen kann keiner leben."

Der Preis für Futtermais steigt, sagt der Landwirt in der ORF-OÖ-Gesprächsreihe "Auf ein Wort". Ähnliches erwartet er auch beim Preis für Zuckerrüben. "Wie sich das dann auf die Preise in den Supermärkten auswirkt, kann ich nicht sagen, da bin ich kein Experte."

Seit 25 Jahren leitet Andreas Kastner in seiner Region den Arbeitskreis Boden.Wasser.Schutz, in dem sich die Landwirte über schonende Bodenbearbeitung austauschen. "Vor 30 Jahren sind auf den Feldern in Naarn nach einem Gewitter tagelang die Seen gestanden. Heute können die Böden viel mehr Wasser speichern."

Dass manche Menschen nach wie vor den Klimawandel anzweifeln, kostet Andreas Kastner nur ein müdes Lächeln: "Jeder kann glauben, was er will. Wir Landwirte sehen seit Jahren, dass sich etwas verändert." Wie viele seiner Kollegen bangt er in diesem außergewöhnlich trockenen Jahr um die Ernte: "Wir warten und haben keinen Einfluss mehr."

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