Leipzig: Laut Ministerium keine Munition in Flugzeug
Nach der Entdeckung einer Sprengstoffdrohne auf dem Leipziger Flughafen hat das deutsche Innenministerium intern Berichte dementiert, wonach eines der ukrainischen Antonow-Flugzeuge in der Nähe mit Munition beladen gewesen sei. Das berichteten das Magazin "Focus" und die Nachrichtenagentur dpa heute Nachmittag.
NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" hatten zuvor berichtet, dass eines der vier ukrainischen Flugzeuge mit Munition beladen gewesen sei. Diese sei offenbar kurz zuvor aus Frankreich nach Leipzig transportiert worden und für den Weitertransport vorgesehen gewesen, hieß es. Die Medien bezogen sich dabei auf einen vertraulichen Bericht der Polizei.
Ein Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle hatte in der Nacht auf gestern eine Drohne mit Sprengladung im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt.
Sie wurde von Fachleuten der deutschen Polizei entschärft. Berichten zufolge befanden sich in der Nähe vier ukrainische Flugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.
Nach Informationen der dpa ist inzwischen bestätigt, dass für den Sprengsatz, mit dem die Drohne bestückt war, auch Semtex verwendet wurde. Der Plastiksprengstoff wird bei kommerziellen Sprengungen eingesetzt.
Jener Mitarbeiter, der die Drohne auf dem Flugfeld entdeckt hat, soll das Fluggerät mit einem Fußtritt zu Boden befördert haben, wie die dpa weiters berichtete.