Fünf tote Babys: Französin unter Mordverdacht
Nach dem Fund sterblicher Überreste von fünf Babys in Südfrankreich steht die 32-jährige mutmaßliche Mutter unter dem Verdacht des fünffachen Mordes.
Ihr gleichaltriger Lebensgefährte wurde nach Justizangaben von gestern aus der Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt. Die Frau wurde wegen des Mordes an Minderjährigen einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Laut Staatsanwaltschaft starben die Babys zwischen April 2018 und Oktober 2025.
Die sterblichen Überreste von vier Babys und die Leiche eines Säuglings waren in der Wohnung des Paares im südfranzösischen Orange entdeckt worden – und zwar durch Nachforschungen des Lebensgefährten. Er war laut eigener Aussage bei der Polizei beunruhigt gewesen über die wiederholt sehr späte Feststellung der Schwangerschaft seiner Freundin.
Die Frau hatte laut Staatsanwaltschaft am Sonntag zu Hause ein Kind entbunden, ehe sie ins Krankenhaus gebracht wurde. Bei sich zu Hause habe der Mann etwas entdeckt, was "menschlichen Überresten" ähnele. Am Montag durchsuchte die Polizei dann die Wohnung des Paares. Ein Gerichtsmediziner ging nach Angaben der Staatsanwaltschaft davon aus, dass die gefundenen sterblichen Überreste zu fünf Säuglingen gehörten. Laut der Zeitung "Le Parisien" gab die Frau gegenüber den Ermittlern an, die Babys seien "tot geboren" worden.
Die Frau wurde laut einem Medienbericht am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen – und sofort in Untersuchungshaft genommen. Das von ihr am Sonntag zur Welt gebrachte Baby – ein Bub – sei bei guter Gesundheit. Das Paar hat außerdem zwei Kinder im Alter von acht und neun Jahren.