Batteriekonzern Varta soll zerschlagen werden
Im Ringen um die Zukunft des Batterieherstellers Varta, an dem der frühere österreichische Mehrheitseigentümer Michael Tojner noch zu 50 Prozent beteiligt ist, rückt eine Zerschlagung des Unternehmens näher.
Wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen und sprechen sich für eine neue Eigentümerstruktur aus, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.
Die Ad-hoc-Gläubigergruppe um die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox begründete ihren Kurswechsel mit der angespannten Finanzlage der Firma mit Sitz im schwäbischen Ellwangen. Varta wollte die Mitteilung auf Anfrage nicht kommentieren. Neben Tojner hält auch der deutsche Sportwagenhersteller Porsche AG 50 Prozent an dem Unternehmen.
Eine unabhängige Analyse der Unternehmensberatung FTI habe ergeben, dass Varta einen operativen Liquiditätsbedarf in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags habe – also fehlendes Geld für das laufende Geschäft. Hinzu komme erheblicher weiterer Kapitalbedarf, um den Geschäftsbetrieb dauerhaft fortzuführen.