Trumps erster Auftritt bei großem Showdown
Zum WM-Finale mit Lionel Messi und Lamine Yamal taucht Donald Trump doch noch auf. Mit Ausnahme seiner Einmischung im Rote-Karten-Skandal um US-Profi Folarin Balogun hielt sich der US-Präsident beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko bisher komplett heraus und besuchte kein einziges Spiel.
Am Sonntag beim Finale zwischen Spanien und Argentinien (21.00 Uhr MESZ, live in ORF1) führt aber kein Weg am mächtigsten Mann der Welt vorbei, zumindest nicht für den neuen Weltmeister.
Die Befürchtungen, dass die WM von Trump überschattet werde, haben sich nicht bestätigt. Am Sonntag wird der US-Präsident bei der Siegerehrung aber nicht nur in einer Reihe mit FIFA-Präsident Gianni Infantino stehen und gemeinsam mit weiteren Repräsentanten des Weltfußballs Hände schütteln und Glückwünsche aussprechen, wie das in der Vergangenheit üblich war.
Gut einen Monat nach seinem 80. Geburtstag will er den goldenen Pokal an den Kapitän der Weltmeistermannschaft, entweder Argentiniens Messi oder Spaniens Rodri, übergeben. So hat es Infantino angekündigt.
Das WM-Finale ist nicht die erste Siegerehrung der FIFA, die Trump übernimmt. Schon vor einem Jahr kam er ins NFL-Stadion der New York Giants und der New York Jets. Von der Tribüne aus verfolgte er das Endspiel der Club-WM zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Chelsea. Danach war es Trump, der den Pokal an Kapitän Reece James übergab – und auf der Bühne stehen blieb.
Reece schaute Trump mit dem Pokal in der Hand zunächst fragend an und reckte schließlich die Trophäe jubelnd in die Höhe, während Trump inmitten der Chelsea-Profis stand. Dass auch der neue Weltmeister die ersten Siegerfotos mit dem US-Präsidenten teilen muss, ist deswegen nicht unwahrscheinlich.
Zudem ärgert einigen Fans die Ankündigung der FIFA, dass Jennifer Hudson vor dem Finale die US-Nationalhymne singen wird. Das ist beim Super Bowl ein emotionaler Moment und zählt im US-Sport zum Standardprogramm selbst vor normalen Liga-Spielen vieler Sportarten. Bei Fußball-Weltmeisterschaften aber ist die Hymne des Gastgebers normalerweise kein Bestandteil. Trump wird dazu wohl auf der Tribüne stehen und salutieren.