Ochse mit Hubschrauber gerettet
Am Kufstein bei Haus im Ennstal im Bezirk Liezen ist am Dienstag ein erst neun Monate alter Ochse aus einer misslichen Lage gerettet worden. Das Tier stürzte zwischen zwei Felsen und musste mithilfe eines Hubschraubers befreit werden.
Der neun Monate alte Ochse war in etwa 2.000 Meter Seehöhe am sogenannten Kufstein in eine Doline zwischen zwei großen Felsen gestürzt. Er konnte sich selbst nicht mehr aus seiner Lage befreien.
Während der Besitzer des Ochsen den Rest der Herde zurück in sicheres Weidegebiet bringen konnte, blieb das junge Tier verletzt und geschwächt in der Doline zurück, bis ein Tierarzt, der Besitzer und Einsatzkräfte der Bergrettung eintrafen, die in einem rund 45-minütigem Fußmarsch zu dem Tier hatten aufsteigen müssen.
Der Ochse wurde am Unfallort zunächst mit Infusionen versorgt. Gleichzeitig brachte der Landwirt mehr als 20 Liter Trinkwasser sowie Kraft- und Zusatzfutter auf den Berg.
Nach Rücksprache mit der Veterinärdirektion des Landes Steiermark wurde aus Gründen des Tierschutzes rasch eine Hubschrauberbergung veranlasst. An der Rettungsaktion beteiligten sich neben dem auf Tierbergungen spezialisierten Unternehmen Heli Austria auch fünf Einsatzkräfte der Bergrettung Haus.
Die Einsatzkräfte stiegen mit dem Bergenetz einige Höhenmeter in die Felsspalte zu dem Tier ab und legten den Ochsen mit großer Sorgfalt und viel Erfahrung in das Netz. Anschließend wurde er sicher per Hubschrauber ins Tal gebracht.
Dort angekommen, zeigte sich rasch der Erfolg der Rettungsaktion: Kaum auf der Wiese abgesetzt, begann der junge Ochse sofort das bereitgestellte Futter zu fressen. Er wurde tierärztlich untersucht und weiter behandelt. Nach Einschätzung der Tierärzte steht einer vollständigen Genesung nichts im Wege.