Zwölf US-Bundesstaaten klagen gegen Verkauf von Warner
Kalifornien und elf weitere Bundesstaaten haben Klage gegen die 110 Milliarden Dollar (97 Mrd. Euro) schwere Übernahme des Unterhaltungskonzerns Warner Bros. Discovery durch den Konkurrenten Paramount eingereicht.
Sie argumentieren, der Deal würde den Wettbewerb im Filmvertrieb und im Kabelfernsehen einschränken und den Kinos, TV-Anbietern Vertreibern schaden. "Mit dieser Klage setzen sich Kalifornien und unsere Nachbarstaaten für freie und faire Märkte ein – nicht für manipulierte Märkte", sagte Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Mit der Übernahme will Paramount-Chef David Ellison sein Unternehmen zu einem bedeutenden Konkurrenten von Netflix und Disney machen.
Bis zu einer Entscheidung über die Klage dürften voraussichtlich Monate vergehen. Diese Verzögerung könnte Paramount Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verursachen. Die Bundesstaaten haben Paramount aufgefordert, den Abschluss der Transaktion bis zum Ende des Rechtsverfahrens zu verschieben.
Kritiker meinen, der Fall zeige, wie die US-Regierung Freunde und Spender mit einer laxen Regulierung belohne. Der Vater von Paramount-CEO David Ellison, der milliardenschwere Oracle-Mitbegründer Larry Ellison, gilt als Vertrauter von Präsident Donald Trump.