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Wimbledon: Sensationsmann Fery bucht Duell mit Zverev

Wimbledon: Sensationsmann Fery bucht Duell mit Zverev

Wimbledon: Sensationsmann Fery bucht Duell mit Zverev

Das Märchen von Arthur Fery in Wimbledon ist noch nicht zu Ende gegangen: Der britische Sensationsmann, der dank einer Wildcard ins Hauptfeld kam, setzte sich am Mittwoch gegen den Italiener Flavio Cobolli souverän mit 6:4 7:6 (7/4) 6:0 durch. Im Semifinale trifft der 23-Jährige nun auf Alexander Zverev. Der deutsche French-Open-Sieger gewann gegen seinen Angstgegner Taylor Fritz ebenfalls klar in drei Sätzen mit 6:4 6:4 6:2.

Während der Einzug ins Halbfinale für Zverev eine Premiere darstellt, ist jener von Fery eine der größten Sensationen in der Geschichte von Wimbledon. Als Weltranglisten-114. erreichte er als am niedrigsten platzierter Spieler seit Goran Ivanisevic (ATP-125.) im Jahr 2001 das Wimbledon-Halbfinale. Überdies wurde Fery, der nur fünf Minuten entfernt vom All England Club aufgewachsen ist, zum erst fünften Briten nach Andy Murray, Tim Henman, Roger Taylor und Cameron Norrie, der es auf dem "Heiligen Rasen" ins Halbfinale geschafft hat.

"Ich kann es nicht fassen. Im letzten Game habe ich Emotionen gespürt, die ich noch nie zuvor erlebt habe. Ich habe heuer schon gegen Flavio gespielt und ihn in Australien geschlagen, das gab mir Selbstvertrauen. Ich wusste, dass ich es heute schaffen kann, aber ich war vor dem Match sehr nervös", sagte Fery, der nach Jimmy Connors (US Open 1991) und Henri Leconte (French Open 1992) erst der dritte Wildcard-Spieler ist, der in einem Grand-Slam-Halbfinale steht.

Cobolli war der höchstgereihte Spieler, gegen den Fery je angetreten ist. Gegen den Weltranglistenzehnten präsentierte sich der Brite von Beginn an furchtlos. Beim Stand von 4:5 geriet der Italiener ins Wanken, leistete sich einen Doppelfehler und schlug anschließend eine Vorhand ins Aus, wodurch Fery den ersten Satz für sich entschied.

Fery gab im zweiten Satz gleich sein Service ab, schaffte aber das Rebreak und dominierte später das Tiebreak. Damit stand er kurz vor dem Einzug ins Halbfinale, da Cobolli reihenweise Fehler machte. Fery zeigte hingegen in der großen Hitze trotz zweier Fünfsatzpartien in den zwei Runden davor keine Verschleißerscheinungen. Nach drei Breaks verwertete der Sensationsmann mit einem Ass seinen ersten Matchball und fiel danach glücklich zu Boden.

Zverev trat zeitgleich gegen Angstgegner Taylor an, gegen den er sieben Duelle in Folge bzw. mehr als zwei Jahre nicht gewonnen hat. Bei mehr als 30 Grad legte der Deutsche seine anfängliche Nervosität schnell ab. Zverev schaffte das Break zum 2:1, was in weiterer Folge auch schon zum Satzgewinn reichte. Zu Beginn des zweiten Satzes ließ der US-Amerikaner den Physiotherapeuten rufen, um sich rund um das Knie behandeln zu lassen.

Zverev gelang das entscheidende Break zum 5:4, und er holte sich die 2:0-Satzführung. Danach war der Deutsche ungefährdet. Mit Breaks zum 2:1 und 4:1 zog der Paris-Triumphator davon und verwandelte nach knapp zwei Stunden seinen ersten Matchball.

"Es klingt großartig", sagte Zverev zu seinem Einzug ins Halbfinale. "Ich hoffe, noch zwei Matches zu spielen. Ich bin extrem glücklich, im Halbfinale zu sein. Ich habe ein fantastisches Match gespielt. Es ist ein Traum, der wahr wird, endlich gut in Wimbledon zu spielen", sagte der Weltranglistendritte im Siegerinterview.

(Großbritannien, Grand-Slam-Turnier, 74.400.000 Euro, Rasen)

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