Doskozil und Fellner befürchten Klinikschließungen
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und sein Kärntner Amtskollege Daniel Fellner (beide SPÖ) üben Kritik an einer Studie im Auftrag des Gesundheitsministeriums. Darin geht es um eine mögliche Neuordnung der Spitalsstruktur. Die Landeshauptmänner befürchten Spitalsschließungen und Leistungskürzungen im Zuge der Gesundheitsreform.
Die Studie der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) setzte Kriterien für ein "vollwertiges" Krankenhaus: mindestens 180 Betten, ein festgelegtes Leistungsspektrum und Erreichbarkeitskriterien, so Doskozil in einer Aussendung. Diese Vorgaben könnten zur Schließung von Klinikstandorten führen. Würde man in Kärnten einzelne Standorte de facto wahllos eliminieren, würde die Gesamtstruktur zusammenbrechen, sagte Fellner.
Doskozil und Fellner kritisieren, dass die Studie "technokratisch" sei und entscheidende Aspekte wie regionalen Bedarf und ambulante Angebote außer Acht lasse. Eine Gesundheitsreform, die diesen Namen auch verdient, müsse gewährleisten, dass Entscheidungen möglichst nah an den Menschen in den Regionen getroffen werden können, so Fellner und Doskozil. Reformen müssen die Gesundheitsversorgung verbessern, nicht verschlechtern, so die beiden Landeshauptmänner. Doskozil und Fellner fordern Transparenz und warnen, dass Spitalskompetenzen nicht vom Land an den Bund übertragen werden dürften. Zudem bedarf es einer langfristigen und fairen Finanzierung.