weekend.at

VAR-Eklat gegen Paraguay: Deutschland sieht sich um den Sieg gebracht

VAR-Eklat gegen Paraguay: Deutschland sieht sich um den Sieg gebracht

VAR-Eklat gegen Paraguay: Deutschland sieht sich um den Sieg gebracht

Deutschland scheitert bei der WM 2026 an Paraguay und fühlt sich um den Sieg gebracht. Eine umstrittene VAR-Entscheidung sorgt für Kritik.

Deutschland ist bei der WM 2026 im Sechzehntelfinale an Paraguay gescheitert. Die Südamerikaner setzen sich nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen durch. Für heftige Diskussionen sorgt eine umstrittene Szene, die der DFB-Elf das Elfmeterschießen ersparen hätte können: Ein Treffer von Jonathan Tah zur möglichen Führung für Deutschland wird nach VAR-Eingriff aberkannt.

Jonathan Tah erzielt in der 102. Minute den vermeintlichen Führungstreffer für Deutschland, der nach einem Eingriff des VAR jedoch aberkannt wird. Schiedsrichter Jalal Jayed entscheidet nach Ansicht der Bilder auf ein Foulspiel von Waldemar Anton an Paraguays Torhüter Orlando Gill.

Die Entscheidung sorgt nach dem Spiel für heftige Kritik. Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeigt sich im ZDF deutlich: "Mir fehlen die Worte. Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar. Das ist nie und nimmer ein Foul." Auch Bundesliga-Referee Patrick Ittrich äußert bei MagentaTV Zweifel: "Für mich ist das zu kleinlich. Ich sehe kein Wegstoßen, kein Wegdrücken, kein Festhalten."

Neben der Bewertung der Szene wird auch der Eingriff des VAR an sich kritisiert. Ittrich stellt klar: "Insofern ist es keine klare Fehlentscheidung und dieser Eingriff nicht gerechtfertigt." Eine ähnliche Einschätzung gibt Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner in der ARD ab: "Für mich wäre Weiterspielen die richtige Entscheidung gewesen. Ein klares Vergehen sehe ich nicht."

Zum Zeitpunkt des Treffers befindet sich Deutschland in einer druckvollen Phase. Mit dem aberkannten Tor bleibt es beim 1:1. Eine Entscheidung fällt nicht mehr in der Verlängerung. Im anschließenden Elfmeterschießen setzt sich Paraguay durch und zieht in die nächste Runde ein.

weekend.at

+ weitere Artikel anzeigen