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Zehntausende feiern Versammlungsfreiheit bei Pride in Budapest

Zehntausende feiern Versammlungsfreiheit bei Pride in Budapest

Zehntausende feiern Versammlungsfreiheit bei Pride in Budapest

In Budapest haben heute zehntausende Menschen der Hitze getrotzt und an der diesjährigen Pride Parade teilgenommen – der ersten seit der Abwahl des rechtspopulistishen Regierungschefs Viktor Orban. Viele der Teilnehmenden, darunter vor allem junge Menschen, schwenkten kleine Fähnchen oder große Regenbogenbanner.

Die Veranstaltung für die Rechte sexueller Minderheiten fand trotz der hohen Temperaturen statt, die in der ungarischen Hauptstadt bei 38 Grad Celsius lagen. Die Organisatoren hatten aber besonders gefährdete Menschen aufgerufen, zuhause zu bleiben und die Parade im Internet zu verfolgen.

Orbans Regierung hatte die Demonstration in Budapest im vergangenen Jahr unter anderem mit Verweis auf ein Anti-LGBTQ-Gesetz aus dem Jahr 2021 untersagt. 2025 wurde das Gesetz verschärft. Unter dem grünen Bürgermeister Gergely Karacsony, einem Gegner Orbans, wurde die Demonstration dennoch ausgerichtet.

Im Jänner wurde deshalb Anklage gegen Karacsony erhoben. Anfang Juni – nach der Abwahl Orbanas – ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage jedoch fallen. Im April hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass die ungarischen Anti-LGBTQ-Gesetze gegen die EU-Grundfreiheiten verstießen.

Ungarns neuer konservativer proeuropäischer Ministerpräsident Peter Magyar, der Orban im Mai nach 16 Jahren als Regierungschef ablöste, hat sich zwar immer wieder für Gleichberechtigung und Versammlungsfreiheit ausgesprochen. Allerdings hat er bislang weder die Pride-Parade unterstützt noch Schritte unternommen, um die unter Orban in Kraft getretenen Anti-LGBTQ-Gesetze zu streichen.

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