Caritas schlägt Alarm wegen Wasserkrise in Gaza
Nach Angaben der Caritas Jerusalem sind im Gazastreifen große Teile der Wasser- und Sanitärinfrastruktur ausgefallen oder nur eingeschränkt funktionsfähig. Besonders Kinder leiden unter verunreinigtem und mangelndem Wasser.
Brunnen, Leitungen, Kläranlagen und Entsalzungsanlagen seien beschädigt oder außer Betrieb. Viele Familien hätten nur noch unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und müssten Wasser für Trinken, Kochen und Körperpflege streng rationieren.
Besonders betroffen seien Kinder. Sie legten oft weite Strecken zurück, um Wasser zu beschaffen, während gleichzeitig die Zahl wasserbedingter Krankheiten zunehme. Caritas-Mitarbeiter vor Ort berichten von steigenden Fällen akuter Durchfallerkrankungen und Hepatitis A, vor allem unter Vertriebenen in überfüllten Unterkünften. Die Verschmutzung des Küstengrundwassers durch Abwässer, Meerwassereintritt und Kriegsschäden verschärfe die Situation zusätzlich.
Die Caritas Jerusalem verteilt nach eigenen Angaben Wasser per Tankwagen sowie Hygienepakete, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. Laut dem Hilfswerk ist die Lage kritisch. Der Mangel an Wasser gefährde nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern untergrabe zunehmend die Lebensgrundlagen im dicht besiedelten Küstengebiet.
Laut einem kürzlich veröffentlichten UNO-Bericht hat Israel im Gazastreifen und im Westjordanland gezielt Kinder ins Visier genommen. Diese Attacken zählten als Völkermord, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, erklärte eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen. Israel hat die Vorwürfe des Berichts vehement zurückgewiesen – mehr dazu in Israel soll gezielt Kinder angegriffen haben (news.ORF.at; 23.6.2026).