Hearing soll LAWOG-Nachfolge regeln
Spitzenposten in gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften sorgen immer wieder für politische Debatten. Auch die Nachbesetzung bei der landeseigenen LAWOG wird genau beobachtet: Dort steht ein Führungswechsel an, im Gespräch ist ein Kandidat der FPÖ.
Bei der LAWOG – Gemeinnützige Landeswohnungsgenossenschaft für Oberösterreich wird ein Topjob frei. Frank Schneider zieht sich als Geschäftsführer des größten Immobilienunternehmens im Bundesland zurück. Wie er dem Aufsichtsrat am Dienstag mitgeteilt hat, geht er mit 65 Jahren in Pension.
Wer ihm nachfolgt, verwaltet nicht nur rund 35.000 Wohnungen, sondern jongliert auch mit 850 Millionen Euro Vermögen. Die Stelle soll öffentlich ausgeschrieben werden. LAWOG-Aufsichtsratsvorsitzender Herwig Mahr (FPÖ) dazu: "Die LAWOG ist die einzige Wohnungsgenossenschaft, die eine Ausschreibung und ein Hearing macht, und der Beste wird sich durchsetzen. Also wir wissen nicht, wer der nächste Direktor wird."
Üblicherweise bringen Parteien dafür Kandidaten in Stellung. Zuletzt hat es den Vorwurf gegeben, die FPÖ wolle einem Vertrauten von Landesparteichef und Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner zum Job verhelfen. Das Hearing werde aber für Transparenz sorgen, wird am Dienstag von allen Seiten versichert. Mahr dazu: "Wir haben jetzt einen Fall gehabt, bei dem es zu einer Verurteilung gekommen ist. Daher möchte ich nicht in diesen Dunstkreis kommen. Der Beste soll sich durchsetzen, und der wird neuer Direktor bei der LAWOG werden." Bis September soll der neue LAWOG-Chef feststehen. Die Staffelübergabe ist für Ende Juni kommenden Jahres geplant.