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Nach Angriffen im Libanon: Iran sperrt Straße von Hormus erneut

Nach Angriffen im Libanon: Iran sperrt Straße von Hormus erneut

Nach Angriffen im Libanon: Iran sperrt Straße von Hormus erneut

Die strategisch wichtige Straße von Hormus wird wieder für den Schiffsverkehr gesperrt. Das teilte das iranische Militärkommando am Samstag mit. Begründet wurde dieser Schritt mit den fortgesetzten Angriffen Israels im Südlibanon. Der Libanon meldete am Samstag zahlreiche Tote. Diese Angriffe bedeuteten eine Verletzung des mit den USA getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges, hieß es aus dem Iran.

Die Schließung der Straße von Hormus sei ein "erster Schritt". Es würden weitere folgen im Fall "einer Fortsetzung der Aggression", um den "Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen". Erst am Mittwoch war ein Rahmenabkommen unterzeichnet worden, dass eine Waffenruhe in der gesamten Region – einschließlich des Libanon – vorsieht. Am Freitag folgte eine eigene Verständigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah.

Die israelische Armee wie auch die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hisbollah im Libanon setzten ihre Kämpfe allerdings fort. Die israelische Armee begründete ihren Angaben zufolge ihre Angriffe auf Stellungen der Hisbollah-Miliz vom Samstag mit einer Reaktion auf nächtlichen Beschuss israelischer Soldaten durch die Hisbollah.

Der Libanon meldete mindestens 23 Tote. Allein in der Stadt Nabatija, die als Hisbollah-Hochburg gilt, wurden laut Zivilschutz 16 Leichen geborgen. Von der israelischen Armee hieß es, man werde weiter gegen jede Bedrohung Israels vorgehen. Die Hisbollah wiederum meldete, dass man israelische Truppen im Südlibanon angegriffen habe.

Diese seien in der Nacht in Richtung eines Gebietes nahe Nabatija vorgerückt, erklärte die mit dem Iran verbündete Terrororganisation. Die Hisbollah werde sich zwar an die seit Freitagnachmittag geltende Waffenruhe halten. Sie werde aber nicht zögern, jeden Versuch Israels, Territorium im Libanon zu erobern, zu bekämpfen.

Von Israels Militär hieß es, man halte an der Waffenruhe mit der Hisbollah fest. Man werde aber auch künftig gegen jede Bedrohung Israels und seiner Streitkräfte vorgehen, teilte das Militär mit. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Ungeachtet der neuerlichen Angriffe und der Sperre der Straße von Hormus gibt es Bewegung bei den eigentlich schon für Freitag in der Schweiz geplanten Gesprächen über die Ausgestaltung des Rahmenabkommens. Das Treffen am Freitag wurde abgesagt, mutmaßlich wegen der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah. US-Vizepräsident JD Vance war mit seiner Entourage schon zum Abflug bereit. Kurz darauf wurde die Waffenruhe angekündigt.

Vance teilte nun am Samstag mit, dass der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und sein Schwiegersohn Jared Kushner bereits in der Schweiz seien. Auch er selbst werde bald dorthin reisen. Aber das sei "immer ein heikles Unterfangen", die diplomatischen Protokolle müssten beachtet werden.

Laut dem iranischen Staatsfernsehen unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums reist auch das iranische Verhandlungsteam in die Schweiz, um mit den USA über die Vereinbarung zu sprechen. Diese Ankündigung erfolgte nach der Mitteilung über die neuerliche Sperre der Straße von Hormus. Jedes Memorandum oder Abkommen werde letztlich auf die Probe gestellt, wenn es in die Umsetzungsphase eintrete, hieß es vom iranischen Außenministeriumssprecher Esmail Bagahei.

Pakistan bestätigte am Samstag, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Sonntag in der Schweiz stattfinden werden. Teilnehmen sollen auch Vertreter von Pakistan und Katar. Zuvor war der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi Berichten zufolge zu Gesprächen mit hochrangigen iranischen Regierungsvertretern in Teheran.

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