Hitze erhöht Unfallrisiko im Sommer
Der VCÖ warnt: An Hitzetagen ist das Unfallrisiko im Straßenverkehr besonders hoch. Im Sommer 2025 stieg die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten in Vorarlberg deutlich an. Experten empfehlen verstärkt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
In Vorarlberg wurden im Sommer 2025 um zwei Drittel mehr Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als in den anderen Monaten des Jahres. Das geht aus Daten der Statistik Austria hervor, die von der Mobilitätsorganisation VCÖ am Freitag veröffentlicht wurden. Hitze beeinflusst die Verkehrssicherheit erheblich, schließt der VCÖ daraus: Das Unfallrisiko steigt an heißen Tagen deutlich an.
Im Vorjahr waren in den Sommermonaten in Vorarlberg fünf Verkehrstote und 838 Verletzte zu beklagen. Dies entspricht 67 Prozent mehr Todesfällen und 53 Prozent mehr Verletzten als im Monatsdurchschnitt der anderen Monate. Im Sommer 2024 passierten laut Statistik Austria an Hitzetagen in Österreich um 13 Prozent mehr Verkehrsunfälle als an weniger heißen Tagen im Sommer, im Sommer 2023 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle an Hitzetagen um 15 Prozent.
"Durch mehr Verkehr gibt es in den Sommermonaten auch mehr schwere Unfälle", betont Klara Maria Schenk, Expertin beim VCÖ: "Auswertungen der Statistik Austria zeigen, dass sich zusätzlich auch Hitze negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt und das Unfallrisiko erhöht."
Hitze belastet den Körper und vermindert die Konzentrationsfähigkeit. Laut Schenk führt dies zu vermehrten Fahrfehlern. Besonders betroffen sind das Herz-Kreislaufsystem und der Schlaf, was wiederum die Unfallhäufigkeit beeinflusst.
Um das Unfallrisiko zu mindern, rät der VCÖ zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Ist dies nicht vollständig möglich, helfe Park & Ride, einen Teil der Strecken mit Bus oder Bahn zurückzulegen. Bei Autofahrten sollten Pausen eingelegt werden, um ausreichend zu trinken und die Aufmerksamkeit zu erhalten.