Positive Auswirkungen der Koralmbahn
Mit der Koralmbahn sind mittlerweile täglich fast 7.000 Fahrgäste unterwegs. Ein halbes Jahr nach dem Start zeigt sich, dass Wirtschaft, Tourismus und Kultur sowohl in Kärnten als auch in der Steiermark spürbar profitieren. In Graz steigt die Zahl der Kärntner Theaterabonnenten, an den Kärntner Seen sorgen immer mehr steirische Badegäste für ein Umsatzplus.
Der Gästezuwachs ist spürbar, auch wenn es noch keine statistischen Zahlen gibt, sagte Robert Karlhofer, der Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeinersee-Südkärnten-Lavanttal: "Wir schauen uns die Statistiken natürlich an. Jetzt genau vor dem Beginn der Sommersaison wird es natürlich noch spannender. Vor allem die Kärntner Seen und die Kärntner Berge sind hier absolut im Fokus. Wir haben jetzt im Juni mit 14 Strandbädern beispielsweise eine tolle Initiative. Da ist das Bahnticket – das Koralmbahnticket mit ÖBB und Westbahn – und gleichzeitig das Strandbad-Eintrittsticket, das ist inklusive."
Zusätzlich gibt es verschiedenste Initiativen von Bädern, Beherbergungsbetrieben und Ausflugszielen, sagte Karlhofer: "Da setzen wir beispielsweise in Richtung Kunst und Kultur, Wandern auf der Petzen, Radfahren und natürlich gibt es die vielen Ausflugsziele, die Wald-Erlebniswelt oder den Vogelpark, die natürlich hier Tagesausflügler aus der Steiermark anziehen."
Für den letzte Kilometer, vom Bahnhof bis zum Ausflugsziel gibt es ein Ruf-Shuttleservice, sagte Karlhofer: "Da kann der Gast vom Bahnhof bis zu den Unterkünften fahren oder dann natürlich auch von den Unterkünften zu den Ausflugszielen, den Gastronomiebetrieben. Man reist mit der Bahn an, beispielsweise mit dem Klimaticket oder mit dem Kärntenticket, steigt aus, bucht sich vorab den Rufshuttle-Service und fährt um zwei Euro Komfortzuschlag beispielsweise zum Klopeiner See oder bis zur Petzen, das ist hochattraktiv."
Zudem ist ein See-Shuttlebus genau auf die Direktverbindungen von ÖBB und Westbahn in der Früh und am Abend abgestimmt, sagte Karlhofer: "Die Gäste steigen in Graz am Hauptbahnhof ein, um 8.45 Uhr fährt da beispielsweise die Westbahn los, man ist um 9.18 Uhr mit einer Direktverbindung in Kühnsdorf am Klopeiner See und steigt dann wenige Meter entfernt direkt in den See-Shuttlebus ein. Und dieser Bus fährt an den Klopeiner See, ans Nordufer, bringt die Gäste zu Strandbädern, Ausflugszielen, Gastronomiebetrieben und natürlich auch weiter sogar bis zum Turnersee."
Das Besondere dabei ist, dass der See-Shuttlebus auch in den ganz normalen Fahrplan der Kärntner Linien integriert ist, sagte der Geschäftsführer der Tourismusregion: "Da kann man dann auch einfach einsteigen, man muss nichts buchen und es ist so komfortabel für die Gäste wie nur möglich."
Mit dem Postbus-Shuttle seien im Februar bereits mehr Personen befördert worden, als im Vorjahr in der Hauptsaison im Juli, sagte Karlhofer: "Da sieht man schon die großen Steigerungsraten und die große Nachfrage."