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Gmünd: Weiter Verunsicherung rund um Spitals-Aus

Gmünd: Weiter Verunsicherung rund um Spitals-Aus

Gmünd: Weiter Verunsicherung rund um Spitals-Aus

Die Pläne, dass das Spital in Gmünd durch eine Tagesklinik ersetzt werden soll, sorgen weiter für Aufregung. Eine Infoveranstaltung am Samstag sollte auf die Sorgen der Menschen eingehen. Zeitgleich versammelten sich Gegner der Klinik. Diese biete sogar mehr Angebot, so das Land.

Spätestens im kommenden Frühjahr soll laut Land Niederösterreich der Bau der Gesundheitsklinik Gmünd starten. In der Bevölkerung sorgen die Pläne weiterhin für Sorgen. Einige befürchten, dass sich das Gesundheitssystem "in Zukunft sicherlich nicht verbessern wird", so Josef Schröfl aus Gmünd. "Man sollte auch bei dem bleiben, was versprochen wird. Es hat ja geheißen, die Versorgung bleibt aufrecht, aber es wird alles nur mehr heruntergewirtschaftet", so Christine Schröfl aus Gmünd.

Der zuständige Landesrat Anton Kasser (ÖVP) betonte am Samstag, dass die Tagesklinik sogar mehr biete, als das Spital heute. "Wir haben zum Beispiel ein Chronikerzentrum, wo chronische kranke Menschen, die ganz oft ins Krankenhaus müssen, hier niederschwellig und schneller auch eine Behandlung erfahren". Das einzige, das man nicht habe, sei eine Bettenstation – ansonsten sei das Klinikum Gmünd ein "Vollversorger", erklärt Kasser im Interview mit noe.ORF.at.

Auch seitens der Landesgesundheitsagentur (LGA) versucht man, zu beschwichtigen: "Es ist keine Privatmedizin, Sie müssen hier nichts zahlen und so kann man wirklich die Sorgen, die völlig berechtigt sind, wenn sich etwas verändert, wirklich ansprechen und gemeinsam durchdenken", so Elisabeth Bräutigam, Vorständin für Medizin und Pflege bei der LGA.

Sorgen und Kritik der Bevölkerung teilt der Verein "LKGmündbleibt". Zu einem Austausch im Palmenhaus kam es am Samstag in Gmünd aber nicht, der Verein warb am Stadtplatz dafür, dass die Stadt das Land klagen soll. Man hoffe weiter, dass das Spital bleibt, heißt es von der Initiative. "Von uns wird es dann eine Zustimmung geben, dass man sich an einen Tisch setzt und konstruktiv redet, wenn der Wille da ist, dass das Spital bleibt", so die Obfrau des Vereins Tamara Schönsgibl.

Die geplante Gesundheitsklinik sei fix, heißt es vom Land. Kasser spricht dennoch von Kommunikationslücken: "Man hätte das schneller machen müssen. Aber es bringt uns jetzt nichts, in der Vergangenheit zu wühlen. Fakt ist, heute ist ein Startschuss, heute gehen wir offensiv in die Zukunft."

Die Debatte rund um die Gesundheitspläne in Gmünd dürften aber noch länger für Diskussionen sorgen. Ende Juni steht eine Volksbefragung rund um eine Klage der Stadt bevor – mehr dazu in Gmünd: Volksbefragung über Klage gegen Spitals-Aus (noe.ORF.at; 8.6.2026). Angestoßen wurde die Befragung vom Verein "LKGmündbleibt".

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