Kulturreferenten wollen Zusammenarbeit
In Graz hat das Treffen der Kulturreferentinnen und -referenten Österreichs am Mittwoch mit einem klaren Bekenntnis zu Kooperation in schwierigen Zeiten geendet. Eine gemeinsame Strategie soll erarbeitet werden. Zudem wird eine Streamingabgabe und ein starker ORF gefordert.
Eine bundesländerübergreifende Arbeitsgemeinschaft soll ins Leben gerufen werden, um eine einheitliche Strategie für die Kulturzusammenarbeit zu entwickeln. Das erklärte Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl im Namen aller Kollegen.
Man wolle sich austauschen, vernetzen und kooperieren, um von bestehenden Initiativen zu lernen und eine gemeinsame Strategie für das kulturelle Österreich zu entwickeln.
Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler unterstrich die Bedeutung eines starken öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zeiten von Fake News und den Auswirkungen sozialer Medien auf die Gesellschaft. Der ORF solle als verlässlicher Informationslieferant gestärkt werden. Alle Kulturreferenten sprachen sich für eine Unterstützung des ORF aus: "Wir brauchen einen ganz starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wir stehen alle zu diesem ORF."
Die Kulturreferenten fordern zudem die Einführung einer Streamingabgabe, angelehnt an europäische Modelle. Diese Abgabe soll die steuerlichen Einnahmen aus dem Millionengeschäft internationaler Online-Plattformen in Österreich erhöhen. Über alle Parteigrenzen hinweg besteht Einigkeit darüber, dass eine solche Abgabe der heimischen Kulturpolitik zugutekommen könnte.